Thal/Assling steht vor einem Kaderumbau

Die URC Thal/Assling startet mit dem 19. Mai sofort in das Mannschaftstraining, was nicht weiter verwundert, die Osttiroler sind ja eines jener wenigen Teams, das noch gleich drei Nachholspiele absolvieren muss. Theoretisch könnte die Truppe von Ibel Alempic nach dem Rückzug von Nußdorf sogar noch den Aufstieg schaffen, was nicht kategorisch ausgeschlossen wird.

 

Thal/Assling kam gut über die Coronapause hinweg

Kaum Abgänge beim Nachwuchs (“in etwa ein Spieler/Jahrgang"), bei den ganz Kleinen gab es via Fußballkindergarten sogar Zuwächse, trotz fehlendem Spielbetrieb intakte Finanzen und ein früher Kaderumbau für die nächste Saison. Sektionsleiter Michael Jungmann blieb in der Pause nicht untätig, meldet auf vielen Ebenen Vollzug.

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Ibel Alempic könnte mit Thal/Assling noch eine Sportsensation schaffen.

”Staat kann sich von Servus-TV eine Scheibe abschneiden”

Aus dem NPO-Fonds flossen Gelder, für Thal war die Beantragung aber mühsam und die Zahlungen gingen schleppend ein. Ganz anders bei der derzeit laufenden privaten “Servus-TV-Aktion” für Nachwuchssportsektionen, berichtet Jungmann: “Die staatlichen Stellen können sich von denen eine Scheibe abschneiden. Dort sind die Förderungen unkompliziert und ohne viel Aufwand bereits nach wenigen Tagen auf dem Konto eingetroffen.”

Kaderumbau bei Thal/Assling

Finanziell ist der Verein also gut gesattelt, für die neue Spielzeit zeichnet sich aber ein größerer Umbau ab. Fünf Spieler legen entweder eine Karrierepause ein, oder beenden, wie Jungmann selbst, ihre Spielerkarriere. Als einziger des Quintetts wechselt Clemens Patterer (zu Defreggental) den Verein. Jungmann musste reagieren, lotste Torhütertalent Lukas Unterlader (Oberes Mölltal) zum Klub.

Das Quartett Felix Gasser, Julian Fuchs, Dominik Cazin & David Bürgler wird aus dem Nachwuchs hochgezogen, ferner ist man noch an einem Duo zur Leihe dran, dieser Transfer wurde aber noch nicht finalisiert. Mit diesen beiden Spielern wäre das Programm frühzeitig abgeschlossen, berichtet Jungmann.

”Warum sollten wir einen Aufstieg nicht annehmen?”

In den letzten drei Nachholspielen könnte sich Thal/Assling mit 3 Siegen von Rang 10 auf Rang 2 (!) katapultieren, so eng ging es in der West her. Von Haus aus einen Aufstieg ablehnen kommt für Jungmann nicht infrage: “Wieso soll man einen Aufstieg nicht annehmen? Für jeden Sportler soll es das Ziel sein das Maximum herauszuholen. Wir spielen ohne Druck befreit drauf los und sehen was dann herauskommt.”