Ziersdorfs Sektionsleiter Alexander Sattler: "Jetzt zeigt sich, welche Vereine auf guter wirtschaftlicher Basis stehen"

SV Ziersdorf reagierte auf die Ende der letzten Woche vom ÖFB und den Verbänden übermittelten Maßnahmen und stellte sofort den Spielbetrieb im Nachwuchs und bei den Erwachsenen ein, auch das Training wurde ausgesetzt. Sektionsleiter Alexander Sattler stimmt auch die Maßnahmen der Bundesregierung absolut zu: "Die Entscheidungen sind mehr als gerechtfertigt, da die Leute es teilweise nicht kapieren. Sie denken, was sind schon 1000 Fälle, verkennen aber das Problem, dass wenn es so weitergeht, das System zusammenbricht. Ich kann nur an alle appellieren, dass es jeder ernst nehmen und danach handeln muss." Zierdorfs Spieler wurde ein Heimprogramm übermittelt, "wir sind aber in der 1. Klasse und es muss jeder selbst entscheiden, ob er es macht. Man kann an die Spieler nur appellieren, sich fit zu halten", so Sattler.

Osterlauf wurde auf Juni verschoben

"Meiner persönlichen Meinung nach werden wir keine Meisterschaft mehr sehen, ich frage mich, wie sich das ausgehen soll? Es wird interessant, wie der NÖFV die Meisterschaft wertet, da es keine Hin- und Rückrunde gab, kann, wenn die Saison nicht fortgesetzt werden kann, die Meisterschaft nur annulliert werden und jeder startet in der selben Liga", meint der Sektionsleiter des 13. der 1. Klasse Nordwest-Mitte. "Möglicherweise können die ÖFB-Cup-Plätze ausgespielt werden, alles andere wird sich nur schwer ausgehen."

Alexander Sattler wirft weitere Aspekte im Bezug auf die Frühjahressaison in den Ring: "Die Legionäre dürfen teilweise nicht mehr nach Österreich reisen, das könnte jede Mannschaft treffen. Italienische Ärzte haben zudem gefordert, dass die Spieler drei, vier Monate nicht trainieren sollten." Auch die finanzielle Situation kann nach den Maßnahmen aufgrund des Coronavirus nicht ausgeblendet werden. "Wir hätten am 13. April unseren Osterlauf gehabt, der 1/3 der Einnahmen bringt, dieser wurde einmal auf Juni verschoben", meint Ziersdorfs Funktionär.

"Wir haben eine gute wirtschaftliche Basis"

"Ein späteres Problem wird sein, dass sich viele kleinere Unternehmen eine Patronanz oder Werbetafel nicht mehr leisten können. Wr haben mit UNIQA einen tollen Hauptsponsor, man muss aber auch an die kleineren Sponsoren denken. Die Spieler werden in dieser Zeit nicht der große Kostenfaktor sein, man muss nur schauen, dass man die Sportanlage erhält und dabei gleichzeitig keine Einnahmen hat", erklärt Alexander Sattler. Auf die Frage, ob und welche Unterstützung sich die Vereine in der nächsten Zeit von der Bundesregierung erhoffen ergänzt er: "Vizekanzler und Sportminister Kogler hat gemeint, dass auch die kleineren Vereine über die Dachverbände gefördert werden sollen. Die Frage ist nur, ob dies überhaupt möglich ist, da es viele andere Bereiche gibt wo Geld benötigt wird. Man wird jetzt sehen, welche Vereine auf einer guten wirtschaftlichen Basis stehen, wir haben uns auf so eine gestellt."

 

 

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