Gelebte Solidarität bei Enzersfeld - Weiterbestand des Vereins soll gesichert werden

Nach einer Herbstrunde ohne Niederlage liegt SC Enzersfeld zur Halbzeit der Saison mit 31 Zählern auf Rang 2 der 1. Klasse Nordwest. Die Wintervorbereitung war von krankheits- und kürzeren verletzungsbedingten Ausfällen geprägt und daher schwierig, ehe letzte Woche der Spielbetrieb ausgesetzt wurde. Der letzte Test gegen Laa/Thaya wurde dementsprechend abgesagt, Coach Alexander Berger meint zur derzeitigen Situation beim Tabellenzweiten: "Wir waren trotz der schwierigen Wochen gut vorbereitet, jetzt wurde alles ausgesetzt. Die Spieler sollen ein wenig zu Hause machen, viel kann man von ihnen aber nicht verlangen und es geht jetzt nur um die Gesundheit. Ich hoffe für alle Beteiligten, dass es weitergeht, sonst bekommen einige Vereine finanzielle Probleme. Wir haben uns alle solidarisch zum unserem Vereine verhalten, es wird keine Geld genommen, damit der SC Enzersfeld weiterbestehen kann."

Zugang zwei Tage vor Aussetzen des Spielbetriebs bestätigt

Enzersfelds Team absolvierte vom 27. Februar ein laut Trainer Berger tolles viertägiges Trainingslager in Ungarn, bis auf kurzfristige Wetterprobleme herrschten sehr gute Bedingungen. Von vier Vorbereitungsspielen verlor der Tabellenzweite der 1. Klasse Nordwest drei und man setzte sich nur einmal durch, dies war für den Übungsleiter aber kein Problem: "Mein Plan war, zum Beispiel 50 Minuten Fußball zu spielen und dann Wechsel vorzunehmen. Gegen den FavAC führten wir bis zur 60. Minute 3:1, danach habe ich viele Spieler getauscht und wir verloren noch 3:4. Gegen die U18 des FAC hatten wir 80% Ballbesitz und erhielten am Schluss die Treffer. Die Ergebnisse spiegeln die Meisterschaft nicht wieder, ich wollte stattdessen viel ausprobieren."

In der Kaderzusammenstellung hat sich im Winter bei Enzersfeld nur wenig getan, Sasa Demic dockte von Klosterneuburg an und kann der Mannschaft helfen. Zudem wurde zwei Tage vor der Maßnahmen aufgrund des Coronavirus der Wechsel von Constantin Gamperl von Hellas Kagran zu Enzersfeld durchgesetzt. "Der erst 20-jährige ist für uns sicher eine Verstärkung, er ist fast 1,95 Meter groß, kann in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld auflaufen und hat bei seinem letzten Verein auch Stürmer gespielt", ist Enzersfeld Trainer von seinem Wunschspieler, den er schon im Nachwuchs beim NAC trainierte, überzeugt. Die Fortsetzung des Spielbetriebs steht derzeit in den Sternen, Enzersfeld wird nun abwarten, bis die nächsten Entscheidungen vom Verband übermittelt werden.

 

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