Feier zum 40-jährigen Jubiläum verschoben - Gaubitsch plant auch für Aussetzen des Spielbetriebs über Herbst hinaus

"Die Vorstellung ohne Fußball ist bedrückend, wir waren in den letzten Wochen mit der Renovierung des Platzes beschäftigt, ein Trainingslager wurde absolviert und alle waren fünf, sechsmal pro Woche am Platz. Auf einen Schlag war daran nicht mehr zu denken, wir sind ein sehr familiärer Verein und hoffen, dass es so schnell wie möglich wieder weitergeht", erklärt UFC Gaubitschs stellvertretender Sektionsleiter Patrick Hilmar. Nach den Verlautbarungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus hat der Verein alle Verordnungen sofort umgesetzt und alles bis auf weiteres eingestellt. Den Tabellensechsten der 1. Klasse Nordwest trifft die einschneidende Zeit besonders hart, da der Sportplatz gerade für das 40-jährige Jubiläum rauf Vordermann gebracht wird und nun alles steht.

Planung für mehrere Varianten

Der ganze österreichische Fußball steht derzeit still und niemand weiß derzeit, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergehen wird. Gaubitschs Funktionäre stehen derzeit untereinander im ständigen Kontakt und beraten, wie man auf die unterschiedlichsten Varianten der Weiterführung der Meisterschaft reagieren soll. "Wenn das Frühjahr doch weitergeht, wovon wir prinzipiell nicht ausgehen. würden wir ohne Legionäre spielen müssen, da diese sechs Monate nicht nach Österreich kommen könnten. Wir haben aber einen großen Kader und es sollte auch ohne Legionäre gelingen", so der Funktionär von Gaubitsch.

Weiters werden auch andere Szenarien durchgespielt, so könnte der Fußball wieder im Herbst rollen, Gaubitsch plant aber auch für die Möglichkeit, dass auch keine Herbstmeisterschaft stattfinden kann. "Wenn der Herbst nicht gespielt werden kann, ist die Möglichkeit vorhanden, dass das Frühjahr ganz normal, aber ein Jahr später gespielt wird", so Patrick Hilmar.

Die Situation ist derzeit für alle Vereine in ganz Österreich nicht einfach, es fällt nicht leicht damit umzugehen. "Wir haben einen großen und guten Jugendbereich, es macht einen traurig, wenn man einen leeren Platz sieht, wo normalerweise 50 Kinder Fußball spielen. Wir arbeiten daran auch ein Programm für die Kinder und Jugendlichen aufzustellen, damit sie zu Hause etwas tun können. Bei der Kampfmannschaft gehen wir davon aus, dass alle selbst etwas machen um fit zu bleiben, alle sind alt genug."

Der finanzielle Aspekt ist für alle Fußballvereine in den kommenden Wochen eine große Herausforderung, Patrick Hilmar meint dazu: "Unsere Feier zum 40-jährigen Jubiläum wäre im Juli und fällt nun aus, wir hoffen, dass wir Ende Herbst Veranstaltungen nachholen können. Finanziell kann jeder Verein nur auf die Gemeinde, das Land und den Verband hoffen, eine Unterstützung würde jedem etwas weiterhelfen."

 

 

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