Asparn/Zaya Coach Wolfgang Berger: "Man kann nicht verlangen, dass die Spieler laufen gehen müssen"

"Es war nicht wirklich überraschend, das Maßnahmen gekommen sind und auch nicht verwunderlich, dass der Fußall in der jetzigen Situation in den Hintergrund tritt. Bei uns allen war klar, dass wir handeln müssen, noch vor den Ausgangsbeschränkungen haben wir uns am Mittwoch zu einer Sitzung getroffen und beschlossen, dass der Trainingsbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt wird", erklärt ASV Asparn/Zaya Trainer Wolfgang Berger. In den letzten Wochen wurden von der Bundesregierung die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus intensiviert und davon war auch der Fußball betroffen. Die Trainings in allen Bereichen wurden eingestellt, die Spiele für mehrere Runden abgesagt und die Sportanlagen in ganz Österreich gesperrt.

"Ohne Legionäre hätten wir ein Kaderproblem"

Der Trainer des Tabellenachten der Hinrunde der 1. Klasse Nordwest kann sich nicht vorstellen, dass die Meisterschaft im Frühjahr fortgesetzt werden kann, wenn alles so bleibt wie zur jetzigen Zeit geht es laut Berger darum, dass alle gesund bleiben. Asparn wäre bei einer Fortführung der Meisterschaft kadertechnisch limitiert: "Da tschechische Spieler sechs Monate nicht über die Grenze kommen würden, wären wir selbst auch betroffen. Wir haben keinen 20-Mann-Kader und ohne Legionäre wäre es schwierig." Wolfgang Berger nennt noch einen weiteren Aspekt: "Wir haben Polizisten und andere Spieler mit Berufen, die eine Urlaubssperre haben oder nicht freibekommen würden. Die Legionäre könnten also nicht dazustoßen und es gibt zum Beispiel auch Schichtdienstler, die keine Zeit hätten, um bei so vielen Nachtragspielen dabei zu sein. Wir könnten die Saison vom Kader her wohl nicht fertig spielen."

Wenn die zweite Saisonhälfte ausfällt, wäre Asparns Coach dafür, dass die ganze Saison annulliert werden würde, ihm ist dabei klar, dass nicht alle mit so einer Entscheidung des Verbandes glücklich wären. "Es gibt keine gerechte Lösung, mit der alle zufrieden wären. Für die Vereine, für die die Chance auf den Aufstieg gute wäre, wäre eine Saison ohne Meister natürlich schwierig."

Asparns Trainer hofft, dass man im Sommer wieder normal trainieren und im Herbst eine Meisterschaft spielen kann. Er befindet sich derzeit im ständigen Kontakt mit den Spielern und fragt nach, wie es ihnen geht. Heimprogramm gibt es für seine Spieler nicht wirklich, wie Berger erklärt: "Ich kann bei diesen Ausgangsbeschränkungen nicht sagen, dass sie laufen gehen und kann nicht verlangen, dass sie trainieren müssen. Jeder hat zu Hause natürlich die Möglichkeit, sich fitzuhalten."

 

 

 

 

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