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Oberwaltersdorf zwischen Wehmut und Aufbruchstimmung

In der Reihe der Ligaportal-Interviews ist dieses Mal Peter Kaltenegger, Trainer des ASK Oberwaltersdorf, an der Reihe. Seine Mannschaft überwintert in der 1. Klasse Süd nach sieben Siegen, vier Remis und nur zwei Niederlagen mit 25 Punkten auf Rang drei. Eigentlich eine wirklich gute Bilanz, aber der noch ungeschlagene Spitzenreiter Hirschwang hat sich mit 37 Zählern bereits einen schönen Polster für die Frühjahrssaison 2022 erarbeitet.

 

Ligaportal: Wie zufrieden sind Sie mit der Herbstsaison bzw. wie fällt der Rückblick aus?

Peter Kaltenegger: "Nach der durchwachsenen Sommer-Vorbereitung mit vielen Ausfällen wurden Fehler, die normalerweise in diesen Spielen passieren, in die Meisterschaft mit reingenommen. Leider wurden diese mit Verlustpunkten bezahlt und auch die fehlenden Einheiten machten sich gerade nach der langen Pause am Schluss der Saison bemerkbar."

Ligaportal: Wie ist die Stimmung beim ASK Oberwaltersdorf allgemein?

Kaltenegger: "Wir befinden uns gerade zwischen Wehmut und Aufbruchstimmung. Zwölf Punkte Rückstand auf Platz eins sind für unsere eigenen Ansprüche und Ziele zu viel. Ohne den Druck, jedes Spiel gewinnen zu müssen, wird es gerade den jungen Spielern aber im Frühjahr leichter fallen. Speziell in dem Wissen in einer starken Mannschaft auch mal Fehler machen zu dürfen. Für die gesamte Entwicklung des Vereins wird das halbe Jahr ein Energietanken mit Freude, um für die kommenden Aufgaben bereit zu sein."

Zwei Zugänge und drei Abgänge in Oberwaltersdorf

Ligaportal: Gibt es bereits fixe Zu- bzw. Abgänge? Auf welchen Positionen sehen Sie für das Frühjahr Handlungsbedarf?

Kaltenegger: "Zugänge sind Lenny Rühmkorf (Tribuswinkel) und Antonio Pranjic (Sticksneusiedl). Als Abgänge haben wir Ayoub Boutarbouch (Sollenau), Nico Hofbauer (Ziel offen) und Daniel Mandl (Karriere-Ende) zu vermelden."

Ligaportal: Gab es in der Herbstsaison Verletzungsprobleme oder Erkrankungen und wie geht es den Spielern jetzt?

Kaltenegger: "Wie oben beschrieben gab es mehrere Ausfälle unterschiedlicher Art, was uns während der Saison dazu gezwungen hat, uns immer wieder neu zu erfinden und Spiel- sowie Systemanpassungen vorzunehmen. Bis auf Benjamin Nebel und Andre Konrad sind aber bereits alle zuvor verletzten Spieler beim Vorbereitungsstart wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen."

KalteneggerWie sieht die Zielsetzung für die Frühjahrssaison aus?

Stummer: "Weiterentwicklung der einzelnen Spieler und des gesamten Kollektivs. Mit drei Abgängen und zwei Zugängen werden auch Spieler unserer starken Nachwuchs- und Reserve-Mannschaft ihre Chance bekommen, sich einen Platz in der Kampfmannschaft zu erarbeiten. Auch werden wir die Frühjahrssaison für Standards nutzen."

Ligaportal: Rechnen Sie damit, dass im Frühjahr wieder gespielt werden kann oder wird die Saison erneut abgebrochen?

Kaltenegger: "Es ist nun die dritte Saison wo wir mit etwas rechnen, etwas annehmen und versuchen, darauf vorbereitet zu sein. Die Entscheidungen, die getroffen werden, müssen wir akzeptieren. Auch wenn es für mich persönlich immer wieder überraschend ist, dass Landesverbände in Österreich keine einheitlichen Regelungen haben - nicht einmal in den benachbarten Bundesländern wie Wien, Niederösterreich, Burgenland mit einer gemeinsamen Regionalliga Ost. Das macht das Ganze noch unvorhersehbarer. Der geäußerte Unmut soll aber nicht zu kritisch wirken, da mir bewusst ist, dass die andauernde Situation für alle eine Herausforderung darstellt."

Ligaportal: Wer sind für Sie die Titelkandidaten und wer macht am Ende das Rennen um den Meistertitel?

Kaltenegger: "Hirschwang liegt bereits acht Punkte vor dem Zweiten Sollenau und zwölf Zähler vor uns als Tabellendritten. Den erarbeiteten Polster werden sie durchs Ziel bringen. Sollten sie doch überraschend ein Formtief haben, werden Sollenau und wir bereit sein."