Neuer Tormann und ein Rückkehrer - St. Martin will sich weiter nach vorne orientieren

Nach dem Abstieg aus der Gebietsliga und einem Umbruch im Sommer versuchte sich SC St. Martin in der 1. Klasse Waldviertel unter neuem Trainer Damir Grabovac wieder zu stabilisieren. Vor allem auswärts hatte man in der Hinrunde aber Schwierigkeiten, mit 16 Punkten liegt der Verein in der Winterpause auf Rang 8. "Spielerisch war es im Herbst schon in Ordnung, wir hatten aber Probleme beim Umschalten in die Defensive. Bei Ballverlusten in der Offensive waren wir zu anfällig, dies bekamen wir bis zum Schluss nicht in den Griff. Technisch haben wir ein gutes Team, auf der Torhüterposition hatten wir aber Probleme, 24 Gegentore auswärts sind viel zu viel. Es wären zwei bis fünf Punkte mehr drinnen gewesen", zeigt Coach Damir Grabovac die Problemstellen in der ersten Saisonhälfte auf.

Zwei Zu- und vier Abgänge

In der Winterpause gab es beim Tabellenachten der 1. Klasse Waldviertel schon mehrere Änderungen im Kader, Tormann Haci Mustafa Ersoy wurde abgegeben, sein Bruder Hüseyin Ersoy spielt auch nicht mehr für St. Martin. Stürmer Norbert Kerek verließ schon im Finish der Hinrunde den Verein, Filip Vukoja ist der vierte Abgang. Auf der anderen Seite hat sich St. Martin auf der Torhüterposition verstärkt, der routinierte Goalie Josef Moravec wurde von Amaliendorf verpflichtet. Zudem kehrte Andreas Wandl von Groß Gerungs an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Wir haben im Herbst zu wenige schnelle Spieler gehabt, wir werden daher versuchen, noch schnelle Akteure mit an Bord zu holen und sind dabei auch auf der Suche nach einem 10er", erklärt Str. Martins, weshalb die Transfertätigkeiten bei seinem Verein noch nicht beendet sind.

Am 19. Jänner nimmt St. Martin am Hallenturnier in Krems teil, am 24. Jänner wird die offizielle Vorbereitung eingeläutet. Rund sechs Tests sind geplant, zudem absolviert die Mannschaft ein Trainingslager in Tschechien. Damir Grabovac umschreibt zum Abschuss des Interviews die Ziele für die kommenden Monate: "Wir hatten im Sommer einen Umbruch und 13 Abgänge, wollten die Mannschaft stabilisieren und versuchten, eigene junge Spieler zu St. Martin zurückzuholen, dies ist uns noch nicht so gelungen. Der achte Platz im Herbst war in Ordnung, jetzt wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und so weit hinauf wie möglich. St. Martin hat eine gute U 16, diese wollen wir in nächster Zeit einbauen und mit so wenigen Legionären wie möglich spielen, dazu sind wir auch auf der Suche nach jungen Spielern. Jetzt soll die richtige Mischung gefunden werden und nächste Saison wollen wir vorne angreifen."