Schwierige Transferzeit in Kapelln - Zusammenhalt im Kampf um den Ligaverbleib

Nach der Hinrunde in der Meisterschaft 2015/16 lag FC Kapelln im unteren Drittel der 1. Klasse West/Mitte und war damit abstiegsgefährdet. Erich Karrer übernahm das Traineramt und nach einer starken Rückrunde landete die Mannschaft noch an der siebenten Stelle. In der Saison 2016/17 hatte man sich einen Top 5 Platz vorgenommen, die Neuzugänge schlugen allerdings nicht ein und der Verein plagte sich mit einigen schweren Verletzungen. Nach einem zehnten Platz im Herbst und einer schwierigen Transferperiode will Kapelln nun mit noch größerem Zusammenhalt den Verbleib in der Liga sichern.

"Ich bin nicht zufrieden mit Einkaufspolitik"

"Ich habe die Mannschaft als Abstiegskandidat im letzten Winter übernommen, mit neuen Spielern und System hatten wir einen super Lauf und schafften noch den siebenten Platz. Ich wollte in diesem Jahr nur mit heimischen Spielern arbeiten und wir wollten im vorderen Mittelfeld mitspielen, die Einkaufspolitik war aber mein Fehler. Ferdi Toprak war körperlich nicht in Form und hat die Erwartungen nicht erfüllt, Antun Primorac hat sich bald verletzt. Wir hatten zudem sehr viel Pech mit schweren Verletzungen, der Kader war insgesamt zu klein und der Herbst war absolut nicht zufriedenstellend", fasst Coach Erich Karrer die Hinrunde zusammen.

In der Transferzeit lief es auch nicht wirklich rund, Kapelln hat zwar mit Tormann Christopher Kaydi (Marienthal), Mittelfeldspieler Mirko Glusac (Ankerbrot) und dem Last-Minute-Transfer Peter Tran Ahn (Offensiver Mittelfeldspieler mit vietnamesischen Wurzeln, zuletzt Slowakei) drei Zugänge zu verzeichnen, allerdings stehen auch mehrere Spieler im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung. Ferdi Toprak wechselte zu Wulkaprodersdorf, Maximilian Pfoser zu Gerersdorf. Mert Sentürk und Benedikt Börner stehen aufgrund eines Auslandssemesters nicht zur Verfügung, zudem schlug der Verletzungsteufel wieder zu. "Wir hatten zwei bosnische Spieler als Zugang für das Frühjahr geplant, diese wurden aber aufgrund der ungeklärten Situation nicht verpflichtet. Ich habe unbedingt zwei Offensivspieler und einen Stürmer gebraucht, kurzfristig wurde noch Peter Tran Ahn verpflichtet. Ich bin mit der Transferpolitik des Vereins nicht zufrieden, es wurde etwas zu spät agiert", so Erich Karrer.

"Wir nehmen Kampf gegen den Abstieg an"

Ende Jänner startete Kapelln in die Vorbereitung auf das Frühjahr, vom 3. bis 5. Jänner wurde ein Kurztrainingslager in Lindabrunn absolviert. Zwei Tests gegen ligahöhere Mannschaften konnten bisher gewonnen werden, morgen trifft man auf St. Georgen/Stfd. (Gebietsliga West). "Wir müssen jetzt noch mehr zusammenhalten, es wird relativ hart trainiert und ich glaube an die Qualität der Mannschaft. Wir haben noch fünf intensive Wochen vor uns, im Frühjahr nehmen wir den Kampf gegen den Abstieg auf", gibt Kapellns Trainer die Richtung für die kommenden Monate vor.

In den nächsten Wochen will man noch an der Kompaktheit des Teams arbeiten, auch das Spiel gegen den Ball soll verfeinert werden. "Wir haben im Herbst keine Tore geschossen, auch Hovhannes Sarikyan ist ja verletzt gewesen. Neben der Kompaktheit im Spielsystem arbeiten wir nun daran, dass vermehrt Chancen kreiert und auch die nötigen Tore erzielt werden", erklärt Erich Karrer die Verbesserungsmöglichkeiten für die Rückrunde.

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