Vereinsbetreuer werden

Loosdorf rückt der Spitze immer näher

Dieloosdorf ask Spannung an der Tabellenspitze der 1. Klasse West-Mitte nahm im Frühjahr bislang von Runde zu Runde zu: Kein Team setzte sich entscheidend ab, nicht wenige Spiele endeten mit Überraschungen. Nach 18 Runden sind die Top-7 nur mehr durch 5 Punkte getrennt. An siebenter Stelle rangiert das beste Frühjahrsteam: Der ASK Loosdorf ergatterte 2012 zehn von zwölf möglichen Punkten.

 

Auf die zweistellige Zahl schraubte Loosdorf sein Konto mit Siegen über die Nachzügler Kapelln, Altlengbach und Bischofstetten sowie dem Remis beim Dritten Pressbaum. „Es schaut nicht schlecht aus, das Kollektiv und der mannschaftliche Wille sind einzigartig“, freut sich Trainer Andreas Heher, der das Amt im Finish der Hinrunde von Harald Schagerl übernommen hatte.

Unter Heher ohne Niederlage

Seitdem hat Loosdorf sieben Matches absolviert und ist nach wie vor ungeschlagen. „Ich bin Loosdorfer, wusste, was in der Mannschaft steckt. Daher war für mich nach der Anfrage seitens des Vereins klar, dass ich das Traineramt übernehmen will“, erzählt Heher, der das Team auf einem sehr guten Weg sieht: „70 Minuten lang bringen wir eine sehr gute Leistung. Dann kommt etwas Hektik auf, weil der Gegner meist das Risiko erhöht. Daran müssen wir taktisch arbeiten, auch unsere Laufbereitschaft verbessern“, schildert der Trainer.
Eingesprungen ist Heher bereits Anfang der Saison – damals noch als Torhüter: „Loosdorf hatte arge Tormann-Probleme, fragte mich, ob ich aushelfen könnte.“ Heher, vor vielen Jahren selbst mal im Tor, willigte ein und erlebte mit dem Team einen rabenschwarzen Tag: „Alle, inklusive mir, haben gepatzt ohne Ende. Daher verloren wir in Türnitz auch mit 0:4.“

Drei Legionäre an Bord

Der Name Türnitz ist auch diese Woche beim Training vermehrt zu hören –schließlich ist es am Samstag ab 16.30 Uhr der nächste Gegner: „Die Papierform spricht diesmal für uns. Doch wir müssen auf der Hut sein, Türnitz ist als Vorletzter in argen Abstiegsnöten, will da unten raus kommen.“
Verzichten muss Heher am Samstag auf Radek Bartl: Der 22-Jährige sah gegen Pressbaum wegen Schiri-Beleidigung die rote Karte, verschlechterte damit auch seine Karten im Kampf um einen Legionärsplatz im Team. Denn dieser Kampf steht kurz bevor: „Mit Pavel Kucera fiel unser Torgarant den Großteil der Herbstsaison verletzt aus. Ich rechne wieder mit ihm in zwei bis drei Wochen.“ Aus diesem Grund holte Loosdorf zusätzlich zu Mittelfeld-Schaltstelle Pavel Stasek (Heher: „Er ist das Um und Auf im Team“), mit Bartl noch einen dritten Legionär. „Sobald Kucera wieder fit ist, wird einer von den drei zusehen müssen“, weiß der Trainer.

Kein Gedanke an den Titelkampf

Wie weit es in der Tabelle noch nach oben gehen kann, damit will sich Heher nicht beschäftigen: „Ich denke nur von Spiel zu Spiel, mache mir darüber hinaus keine Gedanken und dem Team keinen Druck. Es kommt wie es kommt. Hält unser Lauf an, wird es ohnehin früh genug spruchreif werden.“ Das Ziel fürs Frühjahr lautete Mittelfeld-Platz. „Dass die Spitzenteams reihenweise Federn lassen, war nicht zu erwarten. Doch es kann sich alles schnell wieder ändern.“

Christian Reichel