Mehrere Hiobsbotschaften während der Vorbereitung - Schönfeld vor Trainingslager in Lindabrunn

Mit Platz 3 in der Hinrunde der 1. Klasse West-Mitte befand sich ATSV Schönfeld absolut im Soll, daher blieb es auch in der Transferzeit sehr ruhig. Stefan Korner ging leihweise zu Böheimkirchen, dafür trainiert Sevdai Zendeli nach überstandener Verletzung wieder mit und Lukas Stolzer, der schon im Herbst mit dem Team trainierte und von DSG Sublux kam, wird wahrscheinlich in der Reserve spielen. Auch der letzte Spieler aus dem Jahrgang, der jetzt 15 wurde, verstärkt die Reserve und könnte eine Option für die Zukunft werden. Der Verein hatte nach Gesprächen mit den Spielern entschieden, dass es keinen Änderungsbedarf im Kader gibt. Die Vorbereitung auf das Frühjahr startete etwas durchwachsen und mit kleineren Blessuren, inzwischen bereiten aber mehrere Ausfälle Kopfzerbrechen.

Drei Spieler ausgefallen

Zu Beginn der Winterzeit schien bei Schönfeld noch alles perfekt zu laufen, der Verein sicherte sich im November den Titel beim ASKÖ Hallenmasters Niederösterreich und im Jänner verteidigte man in St. Pölten den Titel und wurde Bezirksmeister bei den ASKÖ Hallenmasters. Sonst lief auch alles auf Schiene, der Stadionnamen wurde neu verlost und man spielt ab jetzt in der "Tausendblum-Arena", zudem gewann man die Spusu-Challenge und durfte das Spiel SKN St. Pölten - WAC besuchen.

In der Vorbereitung läuft es aber ganz anders, als es sich der Verein vorgestellt hat und eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. "Michael Henickl ist leider wieder krank geworden, er wird uns mindestens das ganze Frühjahr nicht zur Verfügung stehen. Verteidiger Esad Keserovic hat sich in der Arbeit am Daumen die Sehne gerissen und trägt bis Anfang März einen Gips. Er wird zwar zum Start des Frühjahres zur Verfügung stehen, konnte aber aufgrund eines Sportverbots die ganze Vorbereitung nicht mitmachen. Patrick Riesenhuber hat sich beim ersten Test das Knie verdreht und es gab einen Verdacht auf Kreuzbandriss. Ein Orthopäde kam inzwischen zum Schuss, dass es höchstens ein Einriss ist, Patrick wird diese oder nächste Woche wieder leicht ins Training einsteigen", berichtet Sektionsleiter Andreas Barta das Verletzungspech beim Tabellendritten.

Trainingslager und noch drei Tests

Der Verein hat am Schluss der Transferzeit noch versucht zu reagieren, es konnte aber kein Spieler gefunden werden, der der Mannschaft wirklich helfen würde. "Jetzt werden wir den jungen Spielern weiter die Chance geben, als Dritter und mit 26 Punkten gehe ich davon aus, dass man vier Zähler holen muss und dann befreit aufspielen kann. Wenn es gut läuft, können wir aufzeigen, wenn nicht, sind wir auf der sicheren Seite", blickt Barta optimistisch auf die Rückrunde.

In den letzten Wochen musste Schönfeld aufgrund der Ausfälle auch bei den Testspielen improvisieren, nun biegt der Verein in die Schlussphase der Vorbereitung ein. Diese Woche wird ein dreitägiges Trainingslager in Lindabrunn absolviert, dabei trifft Schönfeld am Freitag auf Opponitz. Zwei weitere Vorbereitungsspiele sind geplant, am Sonntag spielt man in Ober-Grafendorf gegen Mauer-Öhling und am 15. März folgt der Probegalopp auf eigener Anlage gegen Wilhelmsburg. "Die Vorbereitung war mäßig befriedigend und wir werden wahrscheinlich wieder in den ersten drei Partien der Rückrunde Probleme haben. Die Mannschaft hat aber Potential und wir könnten auch für Überraschungen sorgen", so Schönfelds Sektionsleiter.