Ober-Grafendorfs Co-Trainer Thomas Baumgartner: "Wirtschaftlich wäre es notwendig, irgendwie weiterzuspielen"

"Nach der Pressekonferenz der Politik am damaligen Mittwoch war klar, dass auch der Fußball betroffen sein wird. Wir haben gewusst, dass etwas kommt, dass es so schnell passiert, haben wir nicht gedacht", blickt FC Ober-Grafendorfs Co-Trainer Thomas Baumgartner auf den Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zurück. "Nach acht Wochen Vorbereitung und eine Woche vor Meisterschaftsstart ist es für die Spieler und Vereine natürlich bitter, dass es den Stopp gab, es war eine komplett neue Situation für die Leute. Die Lage ist für den Sport und Fußball schwer, Gesundheit geht aber jetzt vor. Unsere Spieler absolvieren derzeit ein Heimprogramm mit Laufeinheiten und Kräftigungsübungen, diese werden dokumentiert und geschickt."

Start ab Anfang Mai möglich

Der Co-Trainer des Tabellenfünften der 1. Klasse West-Mitte meint, dass die Situation noch länger dauern wird und Baumgartner geht davon aus, dass bis Ende April nicht gespielt wird. "Die Bundesliga fängt frühestens mit Anfang Mai wieder an, dort verdienen Spieler ihren Lebensunterhalt und wurden in Kurzarbeit geschickt, es wäre komisch, wenn wir dagegen jetzt Fußball spielen würden." Da die EM und weitere Großveranstaltungen verschoben wurden, kann er sich einen Start am 1. Mai gemeinsam mit der Bundesliga vorstellen. "Man könnte sich mit den gegnerischen Mannschaften einigen, dass man unter der Woche spielt, Matches um 17.30 Uhr wären möglich. Wir haben ein Flutlicht, im Mai kann man aber sicher auch ohne um 18 Ihr spielen. Für mich stellt sich nur die Frage, wie man die Legionärsproblematik löst, Tschechien hat sechs Monate die Grenzen geschlossen und es würden manchen Teams wichtige Spieler fehlen."

"Entscheidung muss bald kommen"

Ein Aspekt, warum die Meisterschaft möglichst gespielt werden sollte, ist für Thomas Baumgartner der finanzielle: "Die kleineren Vereine verlieren ihre Einnahmen, Sponsoren könnten, wenn das Frühjahr ausfällt, nur die Hälfte zahlen. Ich mache mir Sorgen, dass vermehrt Vereine den Betrieb einstellen müssen und dies gehört berücksichtigt.“ "Man könnte jenen Klubs, die ihren Anlagen renoviert haben, einen Zuschuss gewähren oder es könnte eine Unterstützung je nach Leistungsstufe ausgezahlt werden, dabei müsste ein guter Schlüssel gefunden werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation wäre es für mich am wichtigsten, dass die Rückrunde noch irgendwie gespielt wird", so Baumgartner.

Ober-Grafendorfs Co-Trainer wünscht sich auch für die Vereine die Möglichkeit, besser planen zu können. "Man kann die Spannung bei den Spielern nicht ewig hochhalten, zudem müssen die Vereine auch Gespräche mit den Sponsoren führen und Planungssicherheit wäre wichtig. Es muss bald eine Entscheidung vom Verband kommen, ob man plant, mit der Bundesliga am 1. Mai zu starten, oder ob die Saison annulliert wird."

 

 

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