Petzenkirchens sportlicher Leiter Robert Doppler: "Es ist eine Zeitfrage, ob Vereine auch finanzielle Probleme bekommen"

"Die übermittelten Maßnahmen wurden von uns sofort umgesetzt, die Trainings abgesagt und unsere Spieler haben für daheim ein Programm bekommen, um sich fitzuhalten. Es ist die Frage, wie es weitergeht, die Situation hat sich in letzter Zeit jeden Tag verändert und die Spiele wurden nun bis Ostern abgesagt. Es betrifft jeden, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass im Frühjahr noch gespielt wird", meint SV Petzenkirchens sportlicher Leiter Robert Doppler zur derzeitigen Ausnahmesituation. "Alle wollen natürlich spielen und wir hoffen das beste, man wird ab erst sehen, wann es gelingt, das Coronavirus einzudämmen."

"Maßnahmen sind für jeden einschneidend"

"Wir werden sehen, wie lange alles dauert, schon die Profiligen haben große Probleme und dies überträgt sich natürlich bis in den Amateurbereich. Für uns ist es ein Hobby und derzeit weiß keiner, wie es weitergeht", ergänzt Doppler. Er kann sich eine Verlängerung der Saison bis in den Sommer nicht vorstellen, da viele Spielerverträge bei den Vereinen Ende Juni auslaufen. Es gab schon in den 70er-Jahren eine Saison, bei dem nicht fertig gespielt werden konnte, nun ist die Frage, ob es Auf- und Absteiger oder wie bei Eishockey, Handball oder anderen Sportarten keine Meister gibt. "Wenn man sich die Situation in Italien ansieht, kann ich mir auf keinen Fall vorstellen, dass im Frühjahr noch einmal gespielt wird, hier geht die Gesundheit sicher vor", so der sportliche Leiter des Tabellenvierten der 1. Klasse West.

"Die Maßnahmen sind derzeit für alle einschneidend. Die Schulen sind ja auch noch länger zu und das alle ist ein Wahnsinn. Selbst wenn wir das Virus in den Griff bekommen, benötigt man dann eine Vorbereitung und eine gewisse Zeit, bis alles wieder hochgefahren werden kann." De Vereine müssen neben der sportlichen Unsicherheit auch mit finanziellen Einbußen rechnen, auch dies stellt die Klubs vor Probleme. Für Robert Doppler spielt die Zeit bei diesem Aspekt eine große Rolle: "Im Amateurbereich hat normal jeder etwas Puffer, es schwimmt aber keiner im Geld und es ist eine Zeitfrage. Je länger nicht gespielt werden kann, desto schwieriger wird es, man muss auch die Sponsoren halten und es wäre eine Unterstützung für die Vereine sicher nicht schlecht."

 

 

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