SG Waidhofen/Ybbs: „Nur der Titel zählt“ 

Letztes Jahr haben fünf Punkte auf den Aufstieg gefehlt, heuer soll er gelingen. Mit dem Herbstmeistertitel in der 1. Klasse West und vier Punkten Vorsprung auf Verfolger SCU Ybbsitz hat sich die SG Waidhofen/Ybbs in eine verheißungsvolle Ausgangsposition für die Rückrunde gespielt. Berthold Teufl, seines Zeichens Spielertrainer der SG, verriet im Ligaportal Interview, wie man das Frühjahr anlegen wird.

Druck standgehalten

Den verpassten Aufstieg der Vorsaison zu verdauen, war für die SG Waidhofen/Ybbs keine leichte Aufgabe. Umso erstaunlicher, dass man den großen Druck, den man sich auch selbst auferlegt hat, zumindest bis dato standhielt. „Es wird erwartet, dass wir jedes einzelne Spiel gewinnen. Bei uns zählt heuer nur der Titel, alles andere wäre eine Enttäuschung. Nachdem wir letztes Jahr daran gescheitert sind, war das im Herbst aus mentaler Sicht ein Riesenschritt“, lobt Teufl die erfolgreiche Hinrunde.

Ein Schlüsselfaktor für das große Ziel, Gebietsliga West, könnte die eingespielte Mannschaft werden. Bis auf Dario Glavas bleiben alle Akteure am Board. Bei Waidhofen an der Ybbs wird nichts dem Zufall überlassen, nur zwei Wochen wurde pausiert. Seit Dezember schraubt die SG mit einer Einheit pro Woche am Fitnesslevel. „Wir haben alle gemeinsam sehr viel Potenzial in Sachen Fußballkondition. Wir müssen über die gesamte Spielzeit unser Spieltempo konstant halten.“ 

Fehler reduzieren -  Kreativität erhöhen

Beim offiziellen Trainingsstart am 2. Februar spielen neben konditionellen Einheiten vor allem zwei taktische Elemente eine wesentliche Rolle. Teufl ärgerte einerseits, dass individuelle Fehler und grobe Schnitzer zu unnötigen Gegentoren führten, andererseits soll die Kreativität in der Offensive gefördert werden: „Das sind mit Sicherheit Dinge, die wir in der Rückrunde besser machen können. Mein Ziel ist es, so viele Spiele wie möglich, zu null zu spielen. Deshalb werden wir in der defensiven Grundordnung einiges machen und uns intensiv damit beschäftigen, wie wir uns verhalten, wenn der Gegner den Ball hat. Gleichzeitig müssen wir im letzten Drittel kreativer werden, um gegen die zahlreichen tief stehenden Gegner mehr Chancen zu kreieren.“ 

Der 32-jährige Spielertrainer der Waidhofner kann selbst auf eine erfolgreiche Fußballkarriere zurückblicken. Sein Weg führte ihn über die Jugend des früheren Regionalligisten FC Waidhofen, über die AKA des SV Ried, dem FC Blau Weiß Linz, dem FC Pasching und dem SV Gaflenz wieder zurück zur neugegründeten SG Waidhofen an der Ybbs. Als gebürtiger Waidhofner freut es ihn insbesondere, dass er seinen Jugendverein beim Weg nach oben mitbetreuen darf:

„Ich wollte immer schon Trainer werden. Als ich damals in der U17 in Ried gespielt habe, verspürte ich erstmals den Wunsch eines Tages ins Trainergeschäft einzusteigen, weil ich im Spiel immer schon früh einschätzen konnte, was der Gegner für einen Spielplan verfolgte. Als Trainer ist es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln, man muss immer up to date sein. Der Fokus liegt jetzt klar an den kommenden Wochen und Monate mit dem Ziel den Aufstieg zu realisieren.“