Steinakirchen will heuer mit dem Abstieg nichts zu tun haben

Der ÖTSU Steinakirchen galt in den letzten Jahren als steter Abstiegskandidat in der 1. Klasse West. Dank mannschaftlicher Geschlossenheit konnte man dieses Schicksal mehrmals erfolgreich abwenden. In der vergangenen Saison wäre es aber beinahe soweit gewesen, lag man doch nach der Herbstmeisterschaft mit nur sieben Zählern am Tabellenende. Dank des coronabedingten Saisonabbruchs blieb man aber in der Liga. Heuer soll sich jedoch Einiges ändern, mit dem Abstieg will man in der neuen Spielzeit nichts mehr zu tun haben.

"Uns geht es da wie jedem anderen Verein auch", antwortet Steinakirchens Sportlicher Leiter Robert Erber auf die Frage nach den Folgen der Corona-Krise. "Wir kämpfen mit fehlenden Einnahmen aus den Spielen, wie Eintrittsgelder oder Kantineneinnahmen", betont er. Zudem fällt das stets gut besuchte Oktoberfest des Vereins heuer der Pandemie zum Opfer. "Das ist mehr oder minder unsere Haupteinnahmequelle", beklagt Erber den finanziellen Ausfall. Immerhin darf man sich weiterhin der Unterstützung sämtlicher Sponsoren erfreuen. "Da haben wir zum Glück keine wirklichen Einbußen zu Buche stehen. Wir haben ja hauptsächlich kleinere Sponsoren im Rahmen von Bandenwerbung und dergleichen. Unser Hauptsponsor Raiffeisen ist uns ebenso treu geblieben", erklärt Erber.

Um die fehlenden Einnahmen zu kompensieren, zeigte man sich in Steinakirchen durchaus kreativ. Noch bis zum 20. August läuft eine Verlosung des Stadionnamens. Für 40 Euro (Privatpersonen) beziehungsweise 90 Euro (Unternehmen) können Lose erworben werden. Die Ziehung findet beim ersten Heimspiel am 6. September statt.

Testspielergebnisse wecken Hoffnung auf bessere Platzierung

Sportlich richtet man den Blick bereits entschlossen in die Zukunft. Der Kader konnte beisammen gehalten werden, mit Luca Biber, den es zu Wieselburg zieht, hat man nur einen Abgang zu verzeichnen. Außerdem darf man sich über einige "gefühlte Neuzugänge" freuen. Sämtliche Spieler, die im Wintertransferfenster geholt wurden, blieben dem ÖTSU treu und werden auch in der neuen Saison für die Mannschaft von Coach Rainer Hudler auflaufen. Aufgrund des Saisonabbruchs konnten diese noch kein Meisterschaftsspiel für ihren neuen Klub bestreiten. Dass sie der Hudler-Elf zu mehr Qualität verhelfen können, zeigen die Ergebnisse in den bisherigen Testspielen. Zum Auftakt konnte man sich gegen Markersdorf mit 2:0 durchsetzen. Diesem Sieg folgte ein starkes Remis gegen die SVg Purgstall aus der 2. Landesliga West. Im jüngsten Test gegen Erlauf unterlag man trotz engagierter Leistung mit 1:3. Dass die Mannschaft motiviert ist und an sich glaubt, zeigt auch die Trainingsbeteiligung. "Wir haben im Schnitt 22 bis 26 Mann beim Training", freut sich Erber über das hohe Engagement der Spieler. "Es herrscht ein tolles Klima im Team", betont der Sportliche Leiter.  

In der kommenden Spielzeit sollen die letzten Jahre, als man oftmals lange um den Klassenerhalt zittern musste, vergessen gemacht werden. "Wir wollen in der anstehenden Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben", gibt Erber die Marschroute vor. Dass das möglich ist, hat man etwa in der Saison 2015 bewiesen, als man einen starken fünften Rang belegte. 

Als Meisterschaftsfavoriten nennt Erber allen voran den SC Waidhofen/Ybbs. "Wenn das Team zueinander findet, dann sind sie mindestens gebietsligareif", so der Sportliche Leiter abschließend.

 

Zugänge: 

keine

Abgänge:

Luca Biber (Wieselburg)