"Es ist noch lange bis ins Ziel"

Der SKU Ertl Glas Amstetten dominiert momentan die 1. NÖN Landesliga nach Belieben und hält nach sechs gespielten Runden bei 16amstetten.jpg von 18 möglichen Punkten. Jüngstes Opfer des Tabellenführers war am Wochenende im Mostviertel-Derby der SCU Ardagger, dem man beim 3:0-Auswärtssieg vor prächtiger Kulisse nicht den Funken einer Chance ließ. Mit einem Gegentreffer aus sechs Begegnungen weist der SKU Amstetten in dieser Kategorie den Ligaspitzenwert auf, mit zwölf Volltreffern liegt man nur knapp hinter den Vösendorfern. noeliga.at unterhielt sich mit Sektionsleiter Johann Wimmer unter anderem über die aktuelle Situation, das defensive Bollwerk, den nächsten Gegner und fragte nach der Befindlichkeit von Neuzugang Helmut Riegler:  

Der Amstettner Traumstart
"Es gibt momentan nichts zu kritisieren, für uns kam dieser großartige Start nach dem Abstieg unerwartet. Wir sind glücklich mit der aktuellen Lage, der Zustand des Teams ist toll. Vor allem im Defensivbereich präsentieren wir uns überragend, die Gegner kommen praktisch zu keinen Torchancen und die Mannschaft ist nur schwer zu schlagen. Wir wollen vorne bleiben, aber es ist noch lange bis ins Ziel."

Sieg im Mostviertel-Derby
"Wir haben nach wie vor großen Respekt vor dem Team aus Ardagger, in diesem Spiel waren wir aber dominant und das Spiel drohte in keiner Phase zu kippen. Der Sieg war sehr verdient."

Defensive gewinnt Meisterschaften
"In der Vergangenheit haben wir viele billige Tore in der Regionalliga kassiert. Unser neuer Trainer Herbert Panholzer wollte diesen Umstand schnellstmöglich korrigieren, deshalb konzentrierten wir uns in der Vorbereitungszeit auf die Abwehrarbeit. Die Spieler sind die selben, der Trainer reagierte aber mit einer taktischen Umstellung und zog Gerhard Berger-Steiner in die Innenverteidigung zurück sowie Michael Achleitner in das defensive Mittelfeld vor. Dazu ist unser neuer Torhüter Markus Friesenecker ein sicherer Rückhalt für das Team."

Offensive gewinnt Spiele
"In der Offensive können wir variieren, Wolfgang Stockinger konnte nach seiner langen Verletzungspause bislang völlig überzeugen, auch wenn er noch etwas Matchpraxis braucht. Kiril Chokchev ist überragend, er spielt äußerst mannschaftsdienlich und macht dazu die Tore. Zoltan Fülöp ist ein Brecher und eine Macht, seine Kraft reicht zur Zeit aber nur für gut 60 Minuten, weshalb er als Joker sehr wertvoll für uns ist. Dazu haben wir noch Sascha Trkulja und Thomas Hörlesberger, der ebenfalls links im Sturm spielen kann. Arber Pervorfi kommt nach seiner Verletzung wieder zurück und findet zu alter Form. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, um unser Ziel zu erreichen."

Tabellenschlusslicht zu Gast in Amstetten
"Dieses Spiel gegen SV Haitzendorf wird sehr, sehr schwierig für uns werden. Ich erwarte vom Gegner, dass er tief stehen wird und wenn uns kein frühes Tor gelingt, dann könnte es ein Geduldsspiel werden. Das Team muss am Boden bleiben und darf nicht glauben, dass dieses Spiel ein Selbstläufer wird. Der Trainer lässt aber ohnehin in dieser Hinsicht nichts einreißen, Einstellung und taktische Disziplin werden großgeschrieben. Wir müssen von Beginn an hochkonzentriert bei der Sache sein gegen den SV Haitzendorf, aber im Prinzip wäre alles andere als ein Sieg natürlich sehr bitter."

Neuzugang Helmut Riegler noch nicht fit
"Er wird vermutlich noch ein paar Wochen ausfallen, weil er eine Grippe übergangen hat. Sein körperlicher Zustand ist noch nicht optimal, wir hoffen aber alle, dass er uns mit seiner Routine bald helfen kann. Der Spieler brennt schon wieder darauf zu spielen."

Größte Konkurrenten
"Die Sollenauer sind bestimmt der schärfste Konkurrent. Weiters halte ich Leobendorf für sehr gefährlich, wenn sie im Frühjahr nicht wieder einen Rückfall erleiden. Dazu noch Kottingbrunn und auch Herzogenburg - die ungarischen Legionäre sind ein wahrer Goldgriff gewesen."


 

 

 

 

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