Schlecht gespielt und doch gewonnen

In Runde 7 der 1. NÖN Landesliga traf der SC Herzogenburg auf den SCU Ardagger. Während die Herzogenburger nach einem glücklichenardagger.jpg herzogenburg.jpg3:2-Erfolg durchatmen konnten, prolongierten die Gäste ihre Durststrecke. Die Tore in einer schwachen Landesliga-Partie erzielten die ungarischen Legionäre Laszlo Medgyesi und Zoltan Szabo sowie Mannschaftskollege Michael Wurzer für die Hausherren. Auf Seiten der Gäste trafen Alois Gschossmann kurz nach der Pause und Hilmi Rabah knapp vor Spielende. Dieter Dirnberger wurde in der 70. Spielminute nach Linienrichterbeleidung mit Rot vom Platz gestellt.

In einer sehr hektischen Anfangsphase konnte der SCU Ardagger die erste Großchance für sich beanspruchen, Herzogenburg-Keeper Reinhard Dietl klärte aber per Fußabwehr und bewahrte die Elf von Johannes Neumayer vor einem raschen Rückstand. Danach bekamen die Heimischen das Spiel etwas besser unter Kontrolle und gingen durch Goalgetter Laszlo Medgyesi mit 1:0 in Führung. Sein Kopfball in der 30. Spielminute schlug unhaltbar im Tor von Christoph Graf ein. In der 39. Minute erhöhten die Herzogenburger auf 2:0. Wieder ging der Angriff über Laszlo Medgyesi, er scheiterte aber am Torhüter von Ardagger - den Abpraller verwandelte Michael Wurzer mit einem satten Schuss ins lange Kreuzeck.

Kurz nach dem Pausentee verkürzten die Gäste durch Alois Gschossmann auf 1:2. Dem Treffer ging allerdings ein Tormannfehler des ansonsten sicheren Reinhard Dietl voraus. Die spielentscheidende Szene fiel dann auf die Minute 70 der Begegnung. Einen Zweikampf zwischen Laszlo Medgyesi und Christoph Graf ahndete der Schiedsrichter zugungsten der Herzogenburger und entschied auf einen strittigen Elfmeter. Während Zoltan Szabo den Penalty zum 3:1 versenkte, wurde Dieter Dirnberger mit Rot nach Linienrichterbeleidigung vom Platz gestellt.

Der SCU Ardagger steckte aber nicht auf und kam durch Hilmi Rabah in der 85. Minute wieder auf. Nach einem Stellungsfehler behielt er im Eins-gegen-Eins-Duell mit Markus Dotter die Oberhand und schob die Kugel zwischen den Beinen von Keeper Dietl hindurch ins Tor der Herzogenburger. In der Schlussphase ließen die Hausherren eine Drei-zu-Eins-Kontersituation stümperhaft verstreichen und zitterten sich danach zum Sieg.

Johannes Neumayer (Trainer SC Herzogenburg):
"Das war heute eine sehr schlechte Partie, einzig das Ergebnis stimmt. Das Niveau war einer Landesligabegegnung nicht würdig, Ardagger hätte durchaus ein Remis erzielen können. Wir waren durch die Niederlagen sehr verunsichert und haben die 2:0-Führung völlig unverständlich aus der Hand gegeben. Momentan verlassen wir uns zu sehr auf die beiden ungarischen Legionäre." 

 

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