Herbstmeister Retz reagiert sauer über den Ligaabbruch

Die Entscheidung, alle Unterhaus-Ligen abzubrechen und die bisherigen Ergebnisse zu annullieren, stößt bei Landesliga-Herbstmeister Retz natürlich auf Widerstand. Mit Unverständnis reagierten sowohl Sektionsleiter Werner Mischling als auch Erfolgstrainer Robert Haas.

"Natürlich ist es schwer, für alle eine optimale Lösung zu finden", weiß Trainer Robert Haas. "Die jetzige Lösung ist aber sicher nicht die beste." Ins selbe Horn bläst auch Sektionsleiter Werner Mischling, der seinen eigenen Vorschlag schon vor einigen Tagen kundtat. Ohne jedoch Gehör zu finden. "Der Verband hat sich die einfachste Lösung gesucht", betont Mischling, der wie Haas das nötige Engagement bei diversen Verband-Entscheidungsträgern vermisst. Dass vor allem jene Vereine vom Abbruch profitieren, die in der Abstiegszone stehen, ist allen bewusst. "Die haben weder groß in die Mannschaft investiert noch haben sie hohe Punkteprämien auszahlen müssen. Die sind natürlich in der neuen Saison stark bevorzugt", so Haas.

Klage nicht im Sinn

Dass man sich, so wie zum Beispiel im Burgenland Siegendorf, mit einer Klage an den Verband richtet, glaubt Mischling nicht. "Das wird wohl nichts bringen." Haas möchte aber trotzdem, dass sein Verein zumindest Druck auf den Verband ausübt. "Denn immerhin haben wir wegen des NÖ-Meistercups ein Auswärtsspiel mehr ausgetragen als daheim. Und sind so um die Erträge eines Heimspiels gefallen."