Haas wirft das Handtuch in Retz

Etwas überraschend ist Robert Haas als Trainer des SC Retz zurückgetreten. Dabei hatte Haas in Retz hervorragende Arbeit geleistet, lag in der abgebrochenen letzten Saison sogar an der Tabellenspitze. Doch nun will er sich auch anderen Dingen widmen.

Vor wenigen Wochen hatte Haas noch gegenüber dem Verein seinen Verbleib zugesagt. "Das hat er vor 25 Leuten getan. So etwas gilt für mich als Vertrag", so Retz-Sektionsleiter Werner Mischling, der aber nicht darauf behaart, Haas auch in der kommenden Meisterschaft auf der Linie stehen zu haben. "Er ist ein guter Trainer, Reisende soll man aber nicht aufhalten."

"Keine Chance auf den Titel"

Haas gibt als Grund für den Rücktritt die Perspektivlosigkeit an. "Mir hatte der Verein zugesagt, dass die Mannschaft in der kommenden Saison um den Titel mitspielen kann. Doch das sehe ich nach den ganzen Abgängen nicht so." Mit Anderle, Zondra, Weissensteiner, Kindl und Weinwurm verließen fünf Stammspieler den Verein. "Sie hatten alle gute Gründe. Doch ich glaube nicht, dass wir sie ersetzen können", so Haas, der in der Corona-bedingten Pause auch auf einen anderen Geschmack kam. "Ich habe gesehen, was ich in der Zeit, in der ich normalerweise auf dem Fußballplatz stehe, alles machen kann. Es gibt nicht nur Fußball im Leben." Dennoch ist Haas aber nicht abgeneigt, sich einem anderen Verein mit voller Leidenschaft zu widmen.

 

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