Rohrbacher Umbruch größer als erwartet

Viele Vereine in der Landesliga müssen oder wollen in der Transferzeit für einen Umbruch sorgen. In Rohrbach fällt dieser aber größer aus als erwartet. Weil es einige Spieler aus verständlichen Gründen in die Ferne zieht, Trainer Peter Obritzberger gerne auf junge Spieler setzt und Rohrbach nicht der Nabel der Welt ist....

"Die Abgänge sind eklatant", so Rohrbachs Trainer Peter Obritzberger. "Damit hat der Verein glaube ich nicht ganz gerechnet." Doch der Abgang von Ex-Ex-Coach Dalibor Kovacevic hat erst verspätet Folgen gezeigt. Meist aus wirtschaftlichen Gründen haben einige Spieler das Weite gesucht. So werden zum Beispiel Bernhard Briese und Lukas Völk den Klub verlassen. Während Völk nach Spratzern zurückkehrt, zieht es Briese in die 2. Klasse nach Rust. Mit 32 Jahren ein seltsamer Schritt, der wohl nicht der schönen Landschaft im Tullnerfeld geschuldet ist. Innenverteidiger Florian Heindl wagt hingegen den Sprung nach oben. Er versucht es in der Regionalliga bei Leobendorf. In Rohrbach hat er gezeigt, dass er in der Akademie sehr gut ausgebildet wurde, das Potenzial für die dritthöchste Spielklasse sicher mitbringt.

Zahlreiche Abgänge

Ebenfalls weg ist Maximilian Nussbaumer, den es in seine Heimat nach Vorarlberg zieht. Mit Nemanja Andesilic wechselt ein Kicker innerhalb der Landesliga. Er geht nach Kottingbrunn, wo auch noch andere Rohrbacher im Gespräch sind. "Misic und Hrebik dürften auch dort sein. Das ist aber noch nicht bestätig. Zumindest waren sie bei uns jetzt noch nie am Training." Was aber auch freiwillig wäre. Erst am 5. Juli startet die richtige Vorbereitung. Spätestens da wird man sehen, ob sich die beiden Spieler noch einmal blicken lassen. Wohin es Aleksandar Stojilkovic zieht, ist derzeit auch noch offen.

Peter Obritzberger war aber mit seinem Sektionsleiter Patrick Bruche nicht untätig, sicherte sich bereits die Dienste einiger guter Kicker. "Zwei Slowaken werden kommen, das ist bereits fix. Die Namen kann ich aber derzeit ebenso wenig sagen wie jene der beiden Wr. Liga-Spieler. Die sind noch im Einsatz und wollen den Wechel noch nicht offiziell machen", so Obritzberger. Beim ersten Testspiel waren dagegen die anderen Neuen schon dabei: "Sie haben einen guten Eindruck hinterlassen." Michael Grossmann und Florian Bader, die beide von Hofstetten kommen sind ebenso neu wie Marco Moser von Lilienfeld und Nico Schiesser aus Retz. Luka Jovanovic, der zuletzt in Schwechat kickte und Offensivspieler Okan Yendi von Team Wr. Linien haben auch bereits unterschrieben. "Mal schauen, ob wir die Angänge kompensiert haben", so Obritzberger, der gegen seinen Ex-Klub Langenlebarn mit 5:2 gewann.