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ASK Mannersdorf will mit Abstieg nichts zu tun haben

Auch in der neuen Saison 2022/23 gibt es wieder die bereits gewohnten Ligaportal-Interviews. Dieses Mal ist dabei der ASK Mannersdorf mit Obmann Ing. Johannes Horvath an der Reihe. Mannersdorf belegte in der 1. Niederösterreichischen Landesliga nach drei Siegen, drei Remis und 22 Niederlagen mit zwölf Punkten den 15. und letzten Platz in der Abschlusstabelle. Der Abstieg blieb dem ASK jedoch erspart. "Diese Situation bot uns die Möglichkeit, junge einheimische Spieler einzubauen, da relativ bald klar war, dass es nichts mehr zu verlieren gab", meint Horvath und will in der kommenden Punktejagd "nichts mit dem Abstieg zu tun haben."

Ligaportal: Wie zufrieden sind Sie mit der vergangenen Saison bzw. wie fällt der Rückblick aus?

Ing. Johannes HorvathMit dem letzten Platz sind wir naturgemäß natürlich nicht sehr zufrieden. Gleichzeitig bot uns diese Situation die Möglichkeit, junge einheimische Spieler einzubauen, da relativ bald klar war, dass es nichts mehr zu "verlieren" gab. Zum einen war der vorletzte Platz schon bald außer Reichweite und zudem stand bald fest, dass es keinen Absteiger geben wird. Spieler wie Amadeus Zenk, Leon Mayer oder ein Recep Özel konnten so ohne viel Druck von außen erste Erfahrungen in der Landesliga sammeln.

Ligaportal: Gab es bereits Zu- bzw. Abgänge? Auf welchen Positionen besteht noch Handlungsbedarf?

HorvathDer Kader ist heuer etwas schlanker, ich denke aber qualitativ auf jeden Fall besser als voriges Jahr. Mit Antti Koskinen (Ortmann) und Kristijan Cica (Zwettl) konnten wir routinierte Spieler mit Landesligaerfahrung holen. Marco Fuchs (Bad Vöslau), Kujtim Mucaj, Dominik Pürk (beide Vösendorf) sowie Jakub Hronec (Slowakei/Petrzalka) sollten allesamt die Qualität in der Offensive erhöhen.

Zielsetzung? "Ein gesicherter Platz im Mittelfeld"

Ligaportal: Welche Themen haben den Verein neben dem sportlichen Abschneiden der Kampfmannschaft besonders beschäftigt?

Horvath: Lange Zeit die mögliche Bildung einer KM 1b anstatt der U23. Aus unserer Sicht wäre das ein guter Schritt für unsere Burschen gewesen, besser im sogenannten Erwachsenen-Fußball Fuß zu fassen. Wir hatten sogar einen Vertreter (C. Fingerhut) in die Task Force zur Umsetzung dieses Projektes entsandt. Nachdem einige Landesligavereine mit teils kuriosen Begründungen das Projekt zu Fall gebracht hatten, wurde daraus leider nichts.

Ligaportal: Das "Vereinssterben" im Amateurbereich geht leider weiter. Wo sehen Sie die Ursachen dafür und wer ist gefordert, um eine Wende zu schaffen?

HorvathEs sind immer weniger Personen bereit, sich einen Verein als Funktionär "anzutun". Die Gründe sind sicher vielfältig. Die Auflagen und zu erfüllenden Voraussetzungen werden immer mehr. Zum anderen haben während der Covid-Krise inkl. Lockdowns einige Spieler offenbar erkannt, dass es etwas anderes als Fußball auch noch gibt und danach gar nicht mehr mit dem Fußballspielen angefangen.

Ligaportal: Wie sieht eure Zielsetzung für die neue Landesliga-Saison 2022/23 aus?

HorvathEin gesicherter Platz im Mittelfeld. Nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Ligaportal: Wer sind für Sie die Titelkandidaten und welche Vereine können für eine Überraschung sorgen?

Horvath: Titelkandidaten sind für mich Retz und Zwettl. Überraschen könnte eventuell Kilb.