SV Langenrohr orientiert sich nach oben

Der SV Langenrohr befindet sich nach der Hinrunde mit 22 Zählern auf dem sechsten Tabellenrang der 1. Niederösterreichischen Landesliga. Die Langenrohrer möchten sich in der Tabelle nach oben orientieren und die Top Fünf anstreben. Um dieses angepeilte Ziel zu erreichen, leistete man sich im Herbst noch den ein oder anderen Ausrutscher zu viel. Ligaportal sprach mit Trainer August Baumühlner über die solide Hinrunde. 

Solide Herbstsaison mit zwei Schönheitsfehlern

Die Saison startete für den SV Langenrohr denkbar schlecht. Mit einer Auftaktniederlage auswärts gegen Mannersdorf erhielt die Euphorie gleich zu Beginn einen Rückschlag. Danach fand die Baumühlner-Elf aber immer besser in die Spur und war bis auf die hohe Auswärtsniederlage in Haitzendorf auch gegen die Topmannschaften der Liga in Schlagdistanz.

„Ich sehe den Herbst mit einem lachenden und weinenden Auge. Ich habe in der Vorbereitung schon gesehen, dass wir über einen starken Kader verfügen. Im Großteil waren zwei Partien für mich von der Leistung her nicht zufriedenstellend, das war einerseits der Auftakt in Mannersdorf und der Ausrutscher in Haitzendorf. Gegen die Teams, die vorne sind, haben wir wirklich toll gespielt. In Zwettl haben wir gut mitgehalten, gegen Ardagger zuhause waren wir die klar bessere Mannschaft, haben da ein blödes Tor bekommen. Ein Highlight und ein riesen Spektakel war die Partie gegen Gloggnitz mit den drei Toren in den letzten Minuten. Im Fortlaufe der Meisterschaft sind wir immer besser in Fahrt gekommen und ich bin daher recht zufrieden mit dem Herbst“, beschreibt Baumühlner den Herbst als solide und passabel.

Ein Neuzugang, drei Abgänge

Eine Verstärkung für die Frühjahrssaison soll Fabian Steininger sein, der von Bruck nach Langenrohr wechselt. „Fabian wird uns sicher verstärken, er arbeitet in Tulln, ist ein Spieler aus der Gegend, wird daher schnell in die Mannschaft hineinfinden. Wir sind froh, dass wir ihn bekommen haben“, freut sich Baumühlner über den Neuzugang.

Dem Neuzugang stehen drei Abgänge entgegen. Stürmer Becirovic wird seine Zelte bei Gebietsligist Oberndorf aufschlagen. Daniel Strohmayer wechselt nach Würmla und Nico Nemec zieht es nach Absdorf. Baumühlner sieht bei Strohmayer und Nemec die Chance, dass sie sich bei anderen Vereinen weiterentwickeln können: „Ich hoffe, dass die beiden Jungs bei ihren neuen Vereinen Schritte vorwärts machen und vielleicht eines Tages wieder in Langenrohr spielen, das Potential dazu haben sie locker.“

Top Fünf als erklärtes Ziel

Langenrohr kann also mit einer eingespielten Truppe die Vorbereitung bestreiten, bei Baumühlner wird der Fokus auf die altbekannten Attribute gelegt: „Wichtig ist natürlich die Passqualität und die beiden Umschaltphasen.“ In Sachen Zielsetzung spricht der langjährige Trainer die Top Fünf aus: „Unser Anspruch und das erklärte Ziel sind die Top Fünf, natürlich immer abhängig, ob wir von Verletzungen verschont bleiben. Mit Mannersdorf und Zwettl haben wir gleich zu Beginn zwei Heimspiele und da freuen wir uns schon darauf."

Im Titelrennen sieht Baumühlner Zwettl als den Favoriten an, weil sie an Qualität dazugewonnen hätten und die einzigen seien, die wirklich aufsteigen wollen. „Ardagger ist zwar vorne und kämpferisch sind sie sicher die beste Mannschaft der Liga. Die spielen immer mit hundert Prozent Einsatz, aber ich denke, dass sich die Qualität von Zwettl durchsetzen wird. Ich bin aber gespannt, wie sie mit der Situation als Gejagter umgehen werden. Auch Gloggnitz darf man nicht abschreiben, die haben sehr gute Einzelspieler drinnen“, erwartet er ein spannendes Titelrennen.