Erster Verfolger: SC Zwettl peilt den Platz an der Sonne an

Vom einen oder anderen Experten durchaus favorisiert, hat sich der SC Zwettl in der Hinrunde der 1. Niederösterreichischen Landesliga eine recht annehmbare Ausgangsposition verschafft. Aktuell liegt man mit nur zwei Punkten Rückstand auf Ardagger/Viehdorf auf Platz zwei der Tabelle. Wie im Gespräch mit dem sportlichen Leiter, Ing. Helmut Lamatsch, klar wird, nimmt man den Titelkampf auch an.

 

Zehn Siege aus 14 Spielen, nur drei verloren, dabei mit sechs Gegentreffern die wenigsten der gesamten Liga kassiert: Die Herbstbilanz des SC Zwettl liest sich wirklich alles andere als übel. Das sieht auch Helmut Lamatsch so. „Man braucht nur auf den Tabellenplatz sowie die Punkteausbeute zu schauen, von der Warte kann man eigentlich schon sehr zufrieden sein, auch wenn sich die Ansprüche, beziehungsweise die Zielsetzung, während der laufenden Meisterschaft etwas verschoben haben“, so der sportliche Leiter, der aber auch ein Haar in der Suppe findet. „Mit einem etwas weinenden Auge kann man sicherlich die drei Niederlagen, die wir erlitten haben, betrachten. Andererseits muss man sagen, dass auch das eine oder andere Match knapp gewonnen wurde. In Summe ist das schon ein guter Herbst, der uns zuversichtlich ins Frühjahr blicken lässt.“

Transferprogramm wohl abgeschlossen

Auch auf dem Transfermarkt wurde in Zwettl an der einen oder anderen Schraube gedreht. Mit Ivan Stanic (ASK St. Valentin), Mohssin Schwarzinger (Haitzendorf), Neven Vujica (Kroatien), Patrick Krammer (Schrems) und Jakob Friedl (Großgerungs) verlassen fünf Spieler den Verein, während Miroslav Milosevic (kam vom Wiener Sportklub), Milan Milovanovic (neu von Donaufeld) und Marcel Rauch vom USV St. Bernhard neu zum Team stoßen.

„Wir wollten etwas verändern“, so Lamatsch, der durchblicken lässt, dass sich hinsichtlich neuer Spieler nicht mehr allzu viel tun wird. „Grundsätzlich ist unser Transferprogramm damit abgeschlossen, es sei denn, es tut sich noch irgendwo etwas auf, wenn ein Spieler wirklich dazupasst.“

Den letzten Step machen

Ein explizites Trainingslager wird man beim ersten Ardagger-Verfolger nicht in Anspruch nehmen, dafür aber ein kurzes Trainingswochenende am Ende der Semesterferien einlegen. „Wir haben optimale Bedingungen mit dem verkleinerten Kunstrasenplatz bei uns.“

Die Ziele sind in Zwettl jedenfalls klar. „Wenn man am zweiten Platz steht und zwei Punkte Rückstand auf den ersten hat, kann die Zielsetzung natürlich nur sein, diesen Step vielleicht zu machen. Uns ist aber bewusst, dass es sich dabei um eine schwierige Herausforderung handelt. Ziele sollen nun einmal aber auch Herausforderungen sein, wir werden es daher natürlich probieren“, so Lamatsch, der sich im Klaren darüber ist, dass ein Titelgewinn von vielen Faktoren abhängt. „Es muss viel zusammenpassen, um am Ende ganz vorne zu stehen.“