Scheiblingkirchen: Schiri kriegt den Mund nicht zu

Normalerweise ist in der letzten Runde ein wenig die Luft draussen. Nicht so beim Duell zwischen Scheiblingkirchen und Kottingbrunn, wo es noch einmal so richtig turbulent wurde. Beim 3:2-Sieg der Heimischen sorgten Michael Haberler, Mathias Haller und Christian Ressler für die Treffer der Hausherren, Stefan Hackl und Marco Fischer trafen für Kottingbrunn, dass das Spiel mit neun Spielern beendete.

Spielerisch trafen in Scheiblingkirchen zwei der besseren Landesliga-Teams aufeinander. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass die Zuschauer ein gutes Spiel zu sehen bekamen. Der Spielfilm ist schnell erzählt: Michael Haberler, Mathias Haller und Christian Ressler brachten die Heimelf dreimal in Führung, Kottingbrunns Stefan Hackl und Marco Fischer ließen mit ihren Anschlusstreffern nicht locker. Somit stand es wenige Minuten vor dem Ende 3.2 für Scheiblingkirchen. "Eigentlich war das Spiel der beiden Teams aber völlig egal. Denn es ging viel mehr um den Schiedsrichter", konnte es Kottingbrunns Trainer Andreas Haller nicht glauben, was er vom Unparteiischen Maximilian Weiß zu sehen bekam.

Redefreundlicher Schiri

Schon vor dem Spiel suchte der Schiri den Kontakt mit Kottingbrunns Obfrau, fragte nach der allgemeinen Schiedsrichterzufriedenheit in der Landesliga. Auch in der Kottingbrunner Kabine ließ der Schiri nicht locker, suchte Gespräche mit Spielern. Was sich auch am Feld fortsetzte. "Immer wieder hat er sich Spieler hergeholt und ihnen diverse Pfiffe erklärt. Obwohl diese gar nicht hinterfragt oder kritisiert wurden", so Haller. Die Stimmung kippte allerdings in Minute 60 leicht, als Kottingbrunns Marvi Konci keine Lust mehr aus Kaffeeklatsch hatte. Eine Situation mit Folgen. Denn wenig später flog Konci mit Rot vom Feld, weil er sich zu einer Geste an schiimpfende, äußerst primitive Zuschauer hinreißen ließ. Eine Minute später musste auch noch Matthias Nemetz nach einem Foul mit Rot vom Feld. "Das war hart an der Grenze zu Gelb. Rot war eine richtige Frechheit." Genauso wie die Aktion des Schiedsrichters nach dem Spiel. Da ging der Unparteiische auf Trainer Haller zu und fragte, ob er über das Spiel reden wolle. "Eine Provokation", so Haller, dem nun Konci und Nemetz in der ersten Runde der neuen Saison fehlen wird.

 

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