Kein Sieger im Spitzenspiel zwischen Retz und Kottingbrunn

Mit großer Spannung war das Duell der beiden Landesliga-Spitzenmannschaften Retz und Kottingbrunn erwartet worden. Und es sollte tatsächlich bis zum Abpfiff spannend bleiben. Weil Retz zwar druch Petr Kirschner Anfang der zweiten Halbzeit in Führung ging, Kottingbrunn aber in Unterzahl - Krombert hatte Rot gesehen - in der 92. Minute noch zum Ausgleich kam.

Nach dem Sieg zum Auftakt hätte Kottingbrunn eigentlich mit viel Selbstvertrauen zum Spitzenspiel nach Retz fahren können. Doch davon war bei den Gästen nichts zu sehen. "Wir haben in den ersten 20 Minuten viel zu verhalten gespielt, wir haben uns nichts zugetraut", ärgerte sich Kottingbrunns Trainer Andreas Haller über die Passivität. Retz zeigte sich optisch überlegen, erspielte sich aber zunächst auch kaum Torchancen. Bis zur Pause kontrollierte Retz aber locker das Geschehen. Zur Halbzeit musste Haller umstellen, da sich Alexander Freismuth eine Gehirnerschütterung zuzog. "Damit haben Spieler dort spielen müssen, wo sie es noch nie getan haben", so Haller.

Fallrückzieher zum 1:0

In Minute 50 sollte Retz verdient in Führung gehen. Nach einer Standardsituation kam der Ball hoch in den Strafraum, dort hob Petr Kirschner ab und schloss herrlich mit einem Fallrückzieher zum 1:0 ab. Ein toller Treffer, der Retz aber nicht die nötige Sicherheit brachte. Im Gegenteil: Das Tor weckte Kottingbrunn auf. "Ich war gar nicht so unglücklich über das Tor. Denn wir sind danach aufgewacht, haben uns mehr zugetraut. Das Tor hat die Last von uns genommen", so Haller. Kottingbrunn war nun gut in der Partie, hatte durch den eingewechselten David Bielcik zweimal den Ausgleich am Fuß. Doch die rote Karte für Benjamin Krombert nach Foul an Brem sollte die Schlussphase für den ASK nicht leichter machen. "Das war eine sehr harte Entscheidung. Auch Brem hat gemeint, dass es keine Rote war", ärgerte sich Haller. Trotz Unterzahl gelang Kottingbrunn in Minute 92 noch der Ausgleich. Ein Volley von Bielcik brachte den Gästen noch einen Punkt. "Retz war optisch überlegen, wir hatten aber auch ähnlich viele Chancen."

Die Besten:

Retz: Christopher Ledineg (Abwehr), Daniel Murtinger (Abwehr), Brian Brem (Mittelfeld).