Waidhofen durchkreuzt die Pläne der Retzer

Nicht viel deutete vor der Landesliga-Partie auf einen Punktgewinn der Waidhofner in Retz hin. Weder die Formkurve noch die Statistik ließen an einen Umfaller der Retzer denken. Doch Fabian Teufel sorgte mit seinem Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit für den glücklichen Ausgleich der Gäste, die damit aus Retz einen Punkt entführten. Jeder Punkt kann für Waidhofen im Abstiegskampf Gold wert sein.

Schon vor Spielbeginn lief es für Waidhofen nicht nach Wunsch. Denn Innenverteidiger und Kapitän Michael Mejta musste passen, da sein unmittelbarer Arbeitskollege positiv auf Corona getestet wurde. Womit auch das lang ersehnte Derby in Schrems am Dienstag nun auf wackeligen Beinen steht. "Wir haben von Michael noch kein Ergebnis", so Obmann Andreas Hanisch.

Retz dominiert, macht aber zu wenig daraus

Zurück zum Spiel, indem Retz offensiv begann, Waidhofen in deren Hälfte zurückdrängte. "Es war uns klar, dass es so kommen würde. Keine Landesliga-Mannschaft fährt nach Retz und ist dort Favorit", so Hanisch. Doch seine Truppe wehrte sich mit allen Kräften gegen die Retzer Übermacht und hatte mit Milan Pastucha einmal mehr einen unfassbar guten Tormann im Kasten. "Er hat uns im Spiel gehalten."

Nach der Pause war aber sogar er chancenlos, als Matthias Gabler zum 1:0 abzog. Doch da Retz es nicht gelang, den zweiten Treffer nachzulegen, blieb es bis zum Schluss spannend. Waidhofen behielt die Nerven, ließ sich nicht unnötig herauslocken und hoffte auf den einen entscheidenden Ball. Der doch tatsächlich in der vierten Minute der Nachspielzeit kommen sollte. Fabian Teufel traf zum viel umjubelten Ausgleichstreffer. "Es ist natürlich mühsam, über einen glücklichen Punkt zu reden. Am Ende zählt für uns nur der Punkt und der kann noch ganz wichtig sein", freut sich Hanisch über die tolle Moral seiner Mannschaft. "Man hat schon unter der Woche gemerkt, dass die Jungs mit vollem Eifer bei der Sache sind."

Die Besten:

Waidhofen: Milan Pastucha (Tormann).