Vorschau Runde 25: Spiele im Überblick

Die 25. Runde der 1. niederösterreichischen Landesliga ist die Runde der vielen Fragezeichen. Kann der SC Sollenau die Niederlage in Götzendorf gutrunde25.png verdauen und im Titelrennen den nächsten Schritt machen? Kann sich Verfolger SKU Ertl-Glas Amstetten in Mistelbach für die einzige Heimniederlage der Saison revanchieren und den Kampf um die Krone offen halten? Kann der SC Retz weiter Schritt halten im Aufstiegskrimi? Fällt in den beinharten Abstiegsduellen zwischen ASV Schrems gegen SC Herzogenburg sowieso SV Haitzendorf gegen SV Leobendorf bereits eine Vorentscheidung? noeliga.at hat auch diese Runde analysiert und ausführlich behandelt: 

SV Stockerau - SV Langenrohr (Freitag, 07. Mai 2010, 19:30 Uhr)

Wie wertvoll war der Punktgewinn für den SV Stockerau in Kottingbrunn? Für die Moral gewiss ein Plus, dennoch liegt die Jenisch-Elf mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone weiterhin im gefährlichen Bereich. Vier von fünf Heimspielen haben die Stockerauer im Frühjahr - teilweise recht deutlich - verloren. Gegen den SV Langenrohr muss weiterer Punktezuwachs folgen, die Wachter-Elf ihrerseits kann sich mit 34 Punkten recht sicher wähnen, obwohl das letzte Heimspiel klar mit 0:3 gegen Mistelbach verloren und das 500-Spiele-Jubiläum verpatzt wurde. Das Hinspiel endete 1:1, das würde den Lenau-Städtern nicht weiterhelfen.  

FC Mistelbach - SKU Ertl-Glas Amstetten (Freitag, 07. Mai 2010, 19:30 Uhr)

Das Gipfeltreffen im Weinviertel zwischen Mistelbach und Amstetten steht unter besonderen Vorzeichen. Die Hausherren sind weiter die zweitbeste Frühjahrsmannschaft und als einziges Team weiter ungeschlagen. Mit einem Sieg im direkten Duell könnten sich die Mannen von Trainer Lackner an Amstetten und Retz heranpirschen. Die Gäste aus dem Mostviertel haben ihre Hausaufgaben im Heimspiel gegen Schrems souverän erledigt und sind durch den Umfaller von Sollenau in Götzendorf wieder im Titelrennen dabei. Winterneuzugang Fekete hat eingeschlagen und in neun Spielen der Rückrunde bereits neun Treffer erzielt. Damit die Meisterschaft weiter spannend bleibt, brauchen die Amstettner in Mistelbach wieder drei Punkte, dagegen spricht neben der tollen Form der Mistelbacher aber auch das Hinspielergebnis. Mit 1:3 bezog SKU Ertl-Glas Amstetten im heimischen Ertl-Glas-Stadion erst eine Saisonheimniederlage - und zwar gegen den FC Mistelbach.  

ASK Kottingbrunn - ASC Götzendorf (Freitag, 07. Mai 2010, 19:30 Uhr)

Die Kottingbrunner treten auf der Stelle und mussten sich im Heimspiel gegen Stockerau trotz vieler Torchancen mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Die Kottingbrunner verloren unter Michael Zechner zwar nur eines von sechs Spielen, zu viele Remis kosteten aber eine weit bessere Platzierung. Drei Punkte Guthaben hat Kottingbrunn vor diesem Spiel auf das Trio Ardagger/Stockerau und den kommenden Gegner Götzendorf. Platz 8 werden sie aufgrund des guten Torverhältnisses auch nach dieser Runde behalten können. Die Gäste aus Götzendorf brachten am Wochenende Ligakrösus Sollenau zu Sturz, was einerseits die Titelfrage wieder offen gestaltet und für Kernal und Co. ein wichtiger Impuls für den Klassenerhalt bedeutet. Auf einen Abstiegsrang können die Götzendorfer auch mit einer Niederlage nicht rutschen, mit breiter Brust wird die Mannschaft also bestimmt nach Kottingbrunn fahren. Schon im Hinspiel kamen die Götzendorfer zu einem 2:1-Sieg gegen ASK Kottingbrunn. 

ASV Schrems - SC Herzogenburg (Freitag, 07. Mai 2010, 19:30 Uhr)

Erwartungsgemäß gab es für die stark ersatzgeschwächten Schremser in Amstetten nichts zu holen, im Heimspiel gegen SC Herzogenburg stellt sich für die Granitstädter beinahe schon die Existenzfrage. Vor allem die Defensive ist die große Achillesferse der Schremser und das nicht nur aufgrund der 1:7-Klatsche gegen Langenrohr vor eigener Kulisse. 26 Gegentreffer in der Rückrunde sind Liga-Minuswert, fünf erzielte Tore in den letzten fünf Spielen natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Trotz dieser Zahlenspielereien spricht für die Schremser die Tatsache, dass zumindest ein Heimspiel vor der Tür steht. Denn die sieben Rückrundenpunkte wurde alle zuhause geholt. Beim Tabellenletzten Herzogenburg spricht man eigentlich jede Runde schon von einem Schicksalsspiel, auch dieses Mal ist es natürlich nicht anders. Der Punktgewinn am Wochenende war einfach zu wenig, fünf Punkte sind es immer noch für die Neumayer-Elf auf Rang 12. 

SCU Ardagger - SKNV St. Pölten Amateure (Freitag, 07. Mai 2010, 19:30 Uhr)

Letzt Runde ergatterte SCU Ardagger in Leobendorf einen Punkt, damit kann die Sovtic-Elf sicher gut leben. Als Anführer des "28-Punkte-Trios" ist aber auch für die Mostviertler die Lage weiter angespannt. Seit der 19. Runde ist das Team aus dem Mostviertel noch dazu ohne Sieg (1:0 gegen Stockerau), mit vielen Unentschieden ernährt sich das Punktekonto von Ardagger mühevoll von Spiel zu Spiel. Die Hausherren können aber auf die Heimstärke vertrauen und auf die Tatsache, dass bei den SKNV St. Pölten Amateuren angesichts von zehn Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze die Luft etwas draußen ist. Denn mit dem 1:1 gegen Retz am vergangenen Sonntag konnte die Hagl-Elf nur wenig Boden gutmachen. 

SC Retz - ASV Vösendorf (Samstag, 08. Mai 2010, 16:30 Uhr)

Der SC Retz ist in St. Pölten ohne Niederlage geblieben, musste Amstetten in der Tabelle aber wieder vorbeiziehen lassen. Punktegleich mit der Panholzer-Elf gehen die Retzer in diese Runde und haben weiterhin intakte und realistische Titelchancen. Zuhause sind die Retzer ohnehin eine Bank, ging doch auf eigenem Sportplatz noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Niederlagen zählen praktisch nicht zum Wortschatz im nördlichen Weinviertel, ganze drei Stück musste das Team erst einstecken - Ligaspitze. Der Gegner aus Vösendorf ist eher auswärts als zuhause daheim, vielleicht kann das beste "Away-Team" den Heimnimbus der Retzer durchbrechen. Vergangene Runde trennten sich die Vösendorfer von Bad Vöslau mit 1:1, der letzte Nachdruck dürfte bei dieser Mannschaft fehlen. Denn augenscheinlich ist nur mehr Platz 6 ein Thema.  

ASK Bad Vöslau - SC Sollenau (Samstag, 08. Mai 2010, 16:30 Uhr)

Seit der Niederlage in Amstetten hat ASK Bad Vöslau in vier Spielen respektable neun Zähler gesammelt, zweimal davon rettete Stefan Hoppel mit späten Treffern Punktgewinne und bewahrte die Kreuz-Elf vor drohenden Niederlagen. Ein Punkte fehlt der Mannschaft also noch auf den begehrenswerten Rang 12. Im Duell mit dem Spitzenreiter SC Sollenau stehen die Kurstädter aber vor einer mehr als schwierigen Aufgabe, auch wenn die stolze Serie der Bjerregaard-Elf am Wochenende riss. Wenn die Sollenauer in dieser Saison überhaupt zu packen sind, dann nur in eigenen Heimspielen. Alle sechs Niederlagen kassierten die Sollenauer auswärts und wie angesprochen ist der Torfabrik der Liga in Götzendorf ein wenig das Pulver ausgegangen. Doch auch Bad Vöslau kann man mit vier Siegen in zwölf Heimspielen nicht als Heimmacht bezeichnen. Im Titel- wie im Abstiegsrennen zählen für beide Teams drei Punkte, offensiv könnte sich in dieser Begegnung etwas zusammenbrauen. 

SV Haitzendorf - SV Leobendorf (Sonntag, 10. Mai 2010, 16:30 Uhr)

Zum Abschluss der 25. Runde steht der Abstiegskrimi in Haitzendorf auf dem Programm. Für die Haitzendorfer läuft es in den letzten Runden nicht optimal, prekärer ist die Situation in Leobendorf aber allemal. Um den letzten Sieg der Wojtanowicz-Elf zu finden, muss man den Blick schon sieben Runden zurück richten. Seit dem wichtigen 3:2-Sieg in Schrems haben die Haitzendorfer Remiskönige einzelne Punkte gesammelt, aber auch bittere Niederlagen hinnehmen müssen. Beim Vorletzten SV Leobendorf brennt der Hut nach der Heimnullnummer gegen Ardagger schon gewaltig, ein weiterer Umfaller könnte dem Team schon das Genick brechen. Gerade in dieser entscheidenden Phase müssen die vom Glück verlassenen Leobendorfer auch noch drei Stammkräfte vorgeben. Kapitän Andreas Tackner und Mario Batoha sahen die 9. Gelbe Karte der Saison, Winterzugang Norbert Köhidai ist ebenfalls noch ein Spiel gesperrt.


 

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