Ärgerliche zwei Herbstniederlagen - Hollabrunn will Effizienz vor dem Tor verbessern

"Grundsätzlich können wir mit der Hinrunde sehr zufrieden sein, es gab nur zwei Ausnahmen. Gegen Neuaigen sind wir auf alte Tugenden zurückgefallen, konnten auf kleinem Platz den Gegner nicht ausspielen und ließen drei Punkte liegen. Im letzten Match gegen Großrußbach waren wir die bessere Mannschaft, haben uns aber die Schneid abkaufen lassen. Die zwei Niederlagen tun aufgrund des Zustandekommens weh. Positiv war sicher, dass wir sehr wenige Tore bekamen. Es war ein Vorsatz vor der Saison, wir sind defensiv gut gestanden und haben lange nur vier Gegentore am Konto gehabt. Wir haben es taktisch so angelegt, es hat sehr gut funktioniert und wir können darauf aufbauen", blickt ATSV Hollabrunns Trainer Christian Rauchhofer auf einen erfolgreichen Herbst zurück, den sein Team mit 26 Punkten an der zweiten Stelle der 2. Klasse Donau abschloss.

"Wir hoffen, im Frühjahr kein Spiel zu verlieren"

"Steigerungspotential sehe ich bei uns in der Chancenauswertung, wir haben bei den Niederlagen und Remis mehr Chancen als die Gegner heraus gespielt, die Effektivität vor dem Tor hat aber noch gefehlt und wir arbeiten an einer klaren Linie beim Abschluss", so Hollabrunns Coach weiter. Da seine Mannschaft in der ersten Rückrunde spielfrei ist, startet Hollabrunn am 9. Februar in die Vorbereitung. Ab Mitte Jänner absolvieren die Spieler des Tabellenzweiten ein individuelles Lauftraining. Im Februar sind immer zwei bis drei Trainings und ein Testmatch pro Woche geplant, nur in der ersten Vorbereitungswoche hat man kein Match angesetzt.

Der Verein sieht nach der guten Hinrunde keinen Anlass Spieler zu verpflichten, der ehemalige Kapitän Jürgen Schmid kehrt zum Team zurück und es werden drei 15-jährige Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft integriert. Turgut Tazi ist aufgrund einer Sperre im Frühjahr für sechs Spiele zum Zuschauen verdammt, dies soll auch durch die jungen Spieler kompensiert werden.

"Ich hoffe, dass wir im Frühjahr keine Spiele verlieren, alles zu gewinnen ist fast unmöglich, so etwas wie die zwei Niederlagen im Herbst soll aber möglichst nicht mehr passieren", meint Christian Rauchhofer auf die Frage nach den Zielen für die Rückrunde. Er ergänzt zudem gefragt nach der Einschätzung der Liga in der zweiten Saisonhälfte. "Ich denke, dass die Liga ähnlich wie in der Hinrunde sein wird, Rust, Zwentendorf und wir werden vorne davon preschen. Tulbing/Königstetten und Großrußbach haben aber auch gute Teams und lauern dahinter, man darf sich daher keine Aussetzer erlauben."