Verletzungsteufel schlägt in der Hinrunde zu - Rußbach steht vor schwierigem Frühjahr

"Wenn man sich die Tabelle ansieht ist klar, dass die Hinrunde nicht gut verlaufen ist. Es war uns bewusst, dass es ein schwieriger Herbst wird, da uns zwei Führungsspieler verließen. Wir versuchten die Abgänge mit jungen Spielern und Akteuren, die schon lange nicht gespielt hatten, zu kompensieren, die Integration war aber nicht leicht. Wir haben in den ersten vier Runden unglücklich und nur mit jeweils einem Tor Unterschied verloren, gegen Stetten kassierten wir das 2:3 in der 93. Minute und die Moral war gebrochen. Danach hat sich das Team aber erfangen und wir holten zwei Siege sowie ein Remis. In der Folge schlug allerdings der Verletzungsteufel zu und wir konnten die Ausfälle nicht kompensieren. Wir sind nicht so schlecht, wie wir jetzt dastehen, aber mit den ersten 6 können wir nicht mitkommen", fasst FZSV Rußbach Trainer Markus Brodesser die Hinrunde zusammen.

Rangverbesserung als Ziel

Rußbach sammelte in der abgelaufenen Herbstmeisterschaft sieben Punkte ein und landete zur Halbzeit an der 12. Stelle der 2. Klasse Donau. "Der diesjährige Herbst spiegelt den Herbst aus dem Vorjahr wieder, uns fehlte beide Male das Glück und wie begangen zu viele Eigenfehler. Im Frühjahr der letzten Saison ist es dafür gut gelaufen, wir nahmen den vierten Rang der Rückrunde ein und ich hoffe, dass jetzt wieder dasselbe passiert", erklärt Rußbachs Coach.

Der Verein gab in der Winterpause zwei Abgänge bekannt, Dino Alispahic wechselte zu Leitzersdorf und Bartosz Wazydrag legt aus privaten Gründen eine Karrierepause ein. Rußbach befindet sich derzeit in Gesprächen mit potentiellen Zugängen, man wird aber keine Abenteuer machen und es ist schwierig, im Winter Spieler zu bekommen.

Die Mannschaft absolviert derzeit noch ein Heimprogramm und am Freitag folgt der Trainingsstart mit der obligatorischen Abwaage. Sechs Testspiele sind bereits fixiert und einmal will Rußbach noch zusätzlich unter der Woche spielen. In der Vorbereitungszeit wird dreimal die Woche trainiert und ein Match am Wochenende absolviert.

"Ich hoffe, das die lange Zeit verletzten Spieler jetzt wieder zum Team zurückkehren, uns ist allen klar, dass das Frühjahr auch nicht einfach werden wird. Unser Ziel ist dennoch eine Rangverbesserung und wir wollen noch zwei, drei Plätze gutmachen. Wir haben keine leichte Auslosung, treffen gleich zum Auftakt auf Titelkandidaten Zwentendorf, spielen gegen Langenzersdorf und Großrußbach. Wenn uns ein guter Start ins Frühjahr gelingt, könnte es wieder bergauf gehen", blickt Markus Brodesser vorsichtig optimistisch auf die kommende Rückrunde.