Längere Pause lässt Fortschritte durch Vorbereitung verpuffen - Rust wartet Entscheidungen des Verbands ab

"Es wurden früh sehr sinnvolle Maßnahmen gesetzt und diese waren zweifelsfrei richtig. Die Matches wurden vom ÖFB abgesagt und wir setzten ab Montag auch unser Training aus. Jetzt sind alle in der Situation, dass eigentlich nicht absehbar ist, was in den nächsten Wochen und Monaten passiert", berichtet SV Rust Coach Wolfgang Kugler über die derzeitige außergewöhnlichen Lage aufgrund des Coronavirus. "Wie und ob die Meisterschaft fertig gespielt werden kann, wird man bis Ostern sehen, wenn einmal fünf bis sechs Partien abgesagt werden, stellt sich die Frage, wie der Verband entscheidet. Wenn man dann vor leeren Tribünen spielen will, haben die Vereine wieder keine Einnahmen. Wenn es so weitergeht, könnte es passieren, dass Klubs aufhören müssen", so der Coach des Herbstmeisters der 2. Klasse Donau weiter.

"Allgemeine Unterstützung wäre sinnvoll"

"Ein gemeinsames Training ist jetzt natürlich nicht mehr möglich und ich habe an meine Spieler appelliert, dass sie alleine etwas machen, Laufen gehen und Individualtraining zu Hause absolvieren. Es wird interessant, in welcher Verfassung die Spieler bei den Vereinen sind, wenn es ein Monat keine Spiele gibt. Die Vorbereitung ist dann hinfällig und man muss neu beginnen aufzubauen, vielleicht gibt es die Möglichkeit, eine Woche vor dem ersten Match zu trainieren", sieht Kugler den Beginn einer möglichen Frühjahressaison kritisch.

Es ist für Rusts Trainer schwer einzuschätzen, wie der Verband in den nächsten Wochen entscheiden wird, für den Verein wäre es bei einem weiteren Aussetzen des Spielbetriebs natürlich besser, wenn die Saison nicht ersatzlos gestrichen wird. Die Klubs in allen Ligen befinden sich nun in der schwierigen Situation, ohne Einnahmen alles stemmen zu müssen, daher wäre für Wolfgang Kugler eine allgemeine Unterstützung der Vereine durchaus sinnvoll. Dabei wird es auch davon abhängen, wie lange die Pause ist und ob die Meisterschaft in den nächsten Wochen doch noch fortgesetzt werden kann. "Wie eine kleines Lokal haben jetzt auch die kleinen Vereine keine Einnahmen und es können auch keine Feste veranstaltet werden. Bei den Profivereinen ist die Situation noch einmal etwas anders und schwieriger, bei ihnen besteht nur die Möglichkeit, anders Einnahmen zu lukrieren."

 

 

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