Spielabbruch! Ohrfeige, Tumulte und Polizeieinsatz bei 2. Klasse-Match!

In der 9. Runde der 2. Klasse Donau traf SV Neuaigen daheim auf SC Sitzenberg-Reidling. Nach mehreren Niederlagen in Serie wollte die Heimmannschaft möglichst wieder punkten und vielleicht sogar den ersten Sieg in der laufenden Saison holen. Sitzenberg holte zuletzt gegen Rußbach eine Remis und wollte unter dem neuen Coach Rainer Baumgartner wieder auf die Siegerstraße zurück. Zunächst sehen die 70 Fans ein ganz normales Match, bei dem sich die Hausherren in der ersten Halbzeit stark präsentieren.

Polizei

Heimelf führt zur Pause verdient

Neuaigen findet gut ins Spiel und hält gegen den Favoriten gut dagegen, die Heimelf nützt zudem Eigenfehler des Gegners aus. Marco Bayer ist in der ersten halben Stunde zweimal zur Stelle und bringt Neuaigen mit 2:0 in Führung. Sitzenberg zeigt bis zur Halbzeit keine gute Leistung und geht mit einem Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Hälfte werden die Gäste stärker und zudem ist Neuaigen nach Torraub des Schlussmannes Mario Räuschl ab der 57. Minute nur mehr zu zehnt. Martin Wedlich gelingt kurz danach der Anschlusstreffer und Sitzenberg drängt auf den Ausgleich. In der Schlussphase wird das zuvor faire Spiel aber hitzig und endete im Eklat.

Tumult, Spielabbruch und Polizeieinsatz

In der 81. Minute sieht Neuaigens Johannes Demmel wegen Beleidigung des Schiedsrichters die rote Karte, was danach folgt, hat am Fußballplatz de facto nichts verloren. "Unser Spieler hat nach dem Ausschluss langsam das Spielfeld verlassen, ein Offizieller des Gegners sprang auf und gab ihm eine Ohrfeige. Es kam dann zu tumultartigen Szenen und der Ordnerdienst ist sofort eingeschritten", erzählt Neuaigens Spielertrainer Marc Pieler.

"Nach der roten Karte hat der gegnerische Spieler provoziert und ein Zuschauer von uns hat ihm eine Ohrfeige gegeben, danach ist die Rauferei losgegangen und es kam zu Tumulten", berichtet Sitzenbergs Coach Rainer Baumgartner, er ergänzt noch: "Ich habe gesehen, dass der gegnerische Trainer auch den Schiedsrichter in dieser aufgeheizten Situation gestoßen hat und er gefotzt wurde, der Unparteiische hatte keine andere Wahl, als das Match danach abzubrechen. Es kam danach auch noch zu einem Polizeieinsatz und es gab mehrere Anzeigen."

Marc Pieler wollte nach eigenen Angaben noch darauf einwirken, dass das Match regulär weitergespielt wird: "Ich habe versucht zu intervenieren, damit wir das Match doch noch fertig spielen können, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat. Der Schiedsrichter hat das Match aber abgebrochen."

Der Verband wird nun entscheiden, wie das abgebrochene Spiel gewertet wird, die beiden Coaches zeigen sich über den Eklat im Spiel schockiert. "Ich habe so etwas noch nie erlebt, der Schiedsrichter hätte vielleicht beim Hinausgehen des ausgeschlossenen Spielers die Situation entschärfen können. Wie der Spielabbruch gehandhabt wird, steht in den Sternen", so Neuaigens Coach. Rainer Baumgartner meint zum gestrigen Abbruch abschließend: "So etwas hat mit Fußball nichts mehr zu tun."

 

 

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