Neuer Weg bei Unterwaltersdorf wird fortgesetzt - Junge Spieler sollen mehr Verantwortung übernehmen

In der abgelaufenen Herbstrunde etablierte sich ASV Unterwaltersdorf nach einem schwierigen Start im Mittelfeld der Liga, die sehr junge Mannschaft teilte sich in der ersten Saisonhälfte gleich fünfmal die Punkte und sammelte insgesamt 17 Zähler ein, damit überwintert man an der achten Stelle der 2. Klasse Ost-Mitte. "Eines ist ganz klar, Unterwaltersdorf geht einen anderen Weg als in den letzten sieben, acht Jahren. In den vergangenen Saisons versuchte der Verein immer die besten Spieler zu bekommen, wollte um den ersten Platz mitspielen und in die 1. Klasse aufsteigen. Einmal ist der Aufstieg auch gelungen, man stieg aber sofort wieder ab. Dies kostet alles viel Geld, im Endeffekt spielt man nun aber wieder in der 2. Klasse und der Verein hat nun umgedacht", erklärt Coach Georgi Valtchev den Grund für den seit einem Jahr eingeschlagenen Weg.

"Wir haben die mit Abstand jüngste Mannschaft"

"Seit einem Jahr werden nur noch junge Spieler aus der Region verpflichtet. Ebreichsdorf liegt ganz in der Nähe, da die 1b von ihnen überfüllt ist und viele Talente keinen Platz haben, sind beide Vereine eine Kooperation eingegangen und den Spielern wurde die Möglichkeit gegeben, bei Unterwaltersdorf den Einstieg in den Erwachsenenfußball zu machen. Die beide Vereine haben zudem im Nachwuchs eine Spielgemeinschaft, der Übergang für die Spieler ist daher sehr unkompliziert", erläutert der Coach des Tabellenachten weiter.

Laut Valtchev ist trotz der Änderungen in der Ausrichtung des Vereins bei vielen das Denken geblieben, dass man vorne mitspielt. Die Realität ist aber, dass von der Aufstiegsmannschaft nur mehr drei Spieler in Unterwaltersdorf geblieben sind, Akteure aus der damaligen Reserve und dem Nachwuchs nun aber in der Kampfmannschaft spielen. "Diese Übergangsphase wird noch andauern, die jungen Spieler brauchen noch Zeit. Sie haben früher keine tragende Rolle in der Kampfmannschaft gehabt, müssen jetzt aber mehr Verantwortung übernehmen. Ich sehe aber schon einen Unterschied zum Beginn, die Entwicklung schreitet voran."

Fokus auf das Angriffsdrittel

Derzeit trifft sich das Team von Unterwaltersdorf einmal die Woche in der Halle oder beim gemeinsamen Lauftraining, ab 8. Jänner trainiert man in der Halle Kraft und Koordination und ab 20. Jänner geht es auf den Platz. Bis zum Start der Rückrunde sind zudem sechs Vorbereitungsmatches geplant.

Auf die Frage, in welchen Bereichen man sich für das Frühjahr noch verbessern will, antwortet Georgi Valtchev: "In der Vorsaison hatte das Team zu viele Gegentore bekommen und wir haben in den ersten sechs Monaten versucht, die Defensive zu stabilisieren, das ist uns gut gelungen. Unser Problem im Herbst war, dass wir zwar viele Chancen herausspielten, aber die Tore nicht machten. Wir müssen noch mehr das Angriffsdrittel trainieren, wie sich die Spieler bewegen sollen und wie man die Räume nutzt. Wir wollen auch vermehrt gegen den Ball arbeiten und ein Gegenpressing forcieren. An den Umschaltphasen in beide Richtungen werden wir feilen."

Diese Woche trifft sich die Mannschaft zur Weihnachtsfeier, im Kader gibt es derzeit keine Veränderungen und es sollen Spieler aus der U17 zusätzlich in die Kampfmannschaft eingebaut werden. "Wir gehen unseren Weg weiter, jetzt darf man sich keine Wunder erwarten und alle müssen Geduld haben Wir wollen uns im taktischen und mentalen Bereich weiter verbessern, dies ist aber ein Lernprozess", erklärt Unterwaltersdorfs Coach den weiteren Weg.

 

 

 

 

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