Überraschender Herbstmeistertitel - Siebenhirten will taktisches Verhalten am Platz verbessern

"Es ist bei uns schon im letzten Frühjahr gut gelaufen und wir waren in der Frühjahrestabelle Dritter, wir haben aber nicht geglaubt, dass es im Herbst so gut funktionieren wird. Unser Ziel war unter den Top 5 zu spielen, es war sicher auch etwas Glück dabei und der Spielverlauf hat uns manchmal geholfen. Gegen Erlaa hätten wir verlieren können, andererseits hätten wir gegen Zwölfaxing gewinnen müssen und kassierten das späte 1:1. Man hat gesehen, dass der Druck größer wurde, als wir die Chance auf den Herbstmeistertitel hatten. Wir gewannen dreimal knapp mit 1:0 und verloren gegen Moosbrunn. Wir sind jetzt Herbstmeister, die anderen Teams sind aber um nichts schlechter", blickt SC Siebenhirten/Wien Coach Wolfgang Quinz auf eine erfolgreiche Hinrunde zurück. Seine Mannschaft überwintert mit einem Punkt Vorsprung auf die ersten Verfolger auf Rang 1 der 2. Klasse Ost-Mitte.

Adam Polaneczky kehrt zurück

Die Mannschaft des Herbstmeisters absolviert derzeit ein Laufprogramm und startet am 20. Jänner in die Vorbereitung, sechs bis sieben Tests sind geplant und Mitte Februar steht am Wochenende ein Trainingslager in Lindabrunn am Programm. "Fußballerisch können wir in der Liga gut mithalten, im taktischen Verhalten müssen wir uns aber noch verbessern. Zum Beispiel darf uns das 1:1 gegen Zwölfaxing nicht passieren, da wollen wir noch dazulernen. Es ist aber Jammern auf hohem Niveau, wir haben im Herbst nur fünf Gegentore und daheim überhaupt keine erhalten. Drei Gegentore entstanden aber aus taktischem Fehlverhalten und es ist notwendig, daran zu arbeiten", skizziert Siebenhirtens Coach den Schwerpunkt für die nächsten Wochen.

Im Kader des Leaders wird es im Winter nicht viele Änderungen geben, Adam Polaneczky kehrt von Rapid Oberlaa zurück, zudem könnte es noch einen Zugang geben, der den Kader zusätzlich verstärkt. Siebenhirten will laut Quinz eine gute Vorbereitung hinlegen und möglichst keine Verletzten beklagen, da der Kader wie bei allen Mannschaften in dieser Klasse nicht sehr groß ist.

"Wir wollten nicht Meister werden"

"Ich denke schon, dass es sich die ersten fünf Teams der Tabelle am Ende ausmachen werden, es könnte der eine oder andere Verein etwas abfallen und wir könnten darunter sein. Die Meisterschaft wird sicher spannend bleiben und Zwölfaxing ist der größte Konkurrent, es sind aber auch Mannschaften wie Mödling oder Velm dabei, die weiter hinten liegen, aber sicher einem die Punkte wegnehmen können", blickt Wolfgang Quinz auf ein interessantes kommendes Frühjahr.

Der Coach von Siebenhirten ergänzt abschließend zu den eigenen Zielen: "Wir wollten in diesem Jahr nicht Meister werden, bei uns gibt es keine Vorgaben und wir werden sehen, was herauskommt. Unser Verein will seiner Linie treu bleiben und die jungen Spieler sollen sich entwickeln können, die Mannschaft soll in den nächsten Jahren weiter oben mitspielen und falls wir einmal aufsteigen, wollen wir die höhere Klasse auch halten können."