Achaus Coach Alexander Jank zur Chance des Fußballs: "Es wird nur kurzfristiges Umdenken geben und sich alles normalisieren."

Wetterbedingt konnte SC Achau am ersten Spieltag der Rückrunde der 2. Klasse Ost-Mitte noch nicht ins Geschehen eingreifen, eine Woche später stand eigentlich das Derby gegen Münchendorf am Programm, ehe die Maßnahmen der Regierung und die Entscheidungen des ÖFB die Situation in ganz Österreich veränderten. "Wir hatten am Donnerstag vor fast zwei Wochen noch das Abschlusstraining vor dem ersten Spiel, trafen uns und beschlossen, dass wir uns vorerst nicht mehr treffen werden. Die Spieler absolvieren derzeit dreimal pro Woche ein Heimprogramm, die Gesundheit ist in der jetzigen Situation das wichtigste und alles andere muss in den Hintergrund treten", erklärt Coach Alexander Jank.

"Es werden alle verlieren"

Achaus Trainer kann sich nicht vorstellen, dass im Frühjahr noch weitergespielt wird, es gäbe zu viel Nachträge und auch bei vielen Vereinen das Problem wegen des fehlenden Flutlichtes. Jank ist der persönlichen Meinung, dass die Saison in der Folge annulliert werden sollte: "Es werden alle verlieren, wenn der Verband entscheidet, dass es Aufsteiger gibt, wird den hinten liegenden Teams die Chance genommen, noch aufzuholen. Wenn die Meisterschaft annulliert wird, ist es natürlich für den Tabellenersten bitter. Die logische Schlussfolgerung ist, dass wir akzeptieren und uns damit abfinden, wie der Verband am Ende entscheidet."

Das Aussetzen des Spielbetriebs könnte für die Vereine weitreichende Folgen haben, die finanzielle Situation wäre sicher herausfordernd. "Was es für die Zukunft bedeutet, wird man erst sehen. Bei den oberen Ligen gibt es große Sponsoren und die Spieler verdienen viel, bei den unteren Ligen könnte es nicht so krass werden. Ich hoffe, dass es für alle nicht so dramatisch wird", so Alexander Jank.

Es gibt laut Achaus Trainer nun auch wichtigere Herausforderungen, die alle bewältigen müssen, "man kann nur hoffen, dass alles in der nächsten Zeit in den Griff bekommen wird und irgendwann wieder Normalität einkehrt. Es wäre zu wünschen, dass ein Bewusstsein geschaffen wird, dass die Familie und das Umfeld wirklich wichtig sind."

Viele haben auch beim Fußball in seiner Gesamtheit die Hoffnung, dass er durch die herausfordernde Situation grundlegend geändert wird und wieder mehr einen Weg in die richtige Richtung einschlägt. Alexander Jank ist dabei aber eher skeptisch: "Es wird zunächst sicher große Veränderungen geben, bis die Sponsoren wieder Geld zur Verfügung haben. Kurzfristig wird es ein positives Umdenken geben und der Verein als ganzes steht wieder im Vordergrund, dann wird aber wieder rasch Normalität einkehren."

 

 

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