Spannender Titelkampf vor Absage - Stixneusiedls Sektionsleiter Norbert Pischorn im Gespräch

Vor 1 1/2 Wochen wurden in Österreich wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus gesetzt, die Fußballvereine in Niederösterreich waren davon ebenfalls betroffen und auch SV Stixneusiedl stellte den Trainingsbetrieb sofort ein. Die Spieler des Tabellendritten der 2. Klasse Ost wurden angehalten, sich so gut es geht fitzuhalten, derzeit weiß niemand genau, wie und ob eine Frühjahresmeisterschaft gespielt wird. "Bis Ostern wird sicher nicht gespielt, die Bundesliga hat einen Start ab Mai geplant und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir früher anfangen. Vom Verband ist noch keine Entscheidung gekommen und ich persönlich glaube eher nicht, dass im Frühjahr bei uns gespielt wird. Es ist schade, da drei Teams in unserer Liga vorne knapp beieinander liegen und es sicher eine spannender Titelkampf geworden wäre", meint Sektionsleiter Norbert Pischorn.

Fehlende Einnahmen bringen Vereine in Bedrängnis

Ganz haben alle Fußballbegeisterte in Österreich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Frühjahr vielleicht doch noch durchgezogen werden kann. Falls die Maßnahmen nach Ostern nicht relativ bald gelockert werden können, läuft aber die Zeit davon. Für die Vereine in ganz Österreich bedeutete die unfreiwillige, aber sinnvolle Pause auch finanziell eine große Herausforderung, diese Probleme könnten sich je nach Länge des Aussetzens des Spielbetriebs noch verschärfen.

Fixausgaben bei den Spielern sind im Unterhaus eine geringes Problem, andere Aspekte stehen dabei laut Pischorn im Vordergrund: "Ein Großteil der Vereine lebt auch von der Unterstützung der Sponsoren, da es der Wirtschaft derzeit nicht gut geht, ist die Frage, inwiefern kleine Firmen in der nächsten Zeit überhaupt bereitstellen können. Es gibt derzeit auch eine große Umstellung bei den geplanten Veranstaltungen, die für die Einnahmenseite wichtig sind. Wir haben ein Sportler- und ein Kellergassenfest, diese Feiern könnten vorerst flachfallen."

Auf die Vereine könnten daher schwierige Zeiten zukommen, eine Unterstützung durch Verbände oder die Bundesregierung würde die Lage zumindest ein wenig entschärfen. Der Fußball hat in der derzeitigen herausfordernden Situation aber nicht erste Priorität und daher glaubt Stixneusiedls Sektionsleiter auch nicht, dass man sich zu viel erwarten kann. Zunächst muss die Wirtschaft wieder richtig hochgefahren und Normalität einkehren, damit die Firmen auch weiter die Vereine durch Sponsoring unterstützen können.

 

 

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