Maria Anzbach in Wartepostion - Spieler halten sich mit Heimprogramm fit

Vor wenigen Wochen standen noch die meisten Klubs in Niederösterreich mitten im Finish der Vorbereitungszeit und die letzten Testspiele vor dem Start der Rückrunde standen am Programm. Vor 1 1/2 Wochen änderte sich aber die Lage, die Regierung verabschiedete Maßnahmen aufgrund des Coronavirus und der Spielbetrieb sowie die Trainings wurden durch den ÖFB und die Landesverbände ausgesetzt. De Sportanlagen sind inzwischen gesperrt, der Fußball steht seitdem in Österreich still. "Wir versuchen jetzt das Beste daraus zu machen, meine Jungs absolvieren ein Heimprogramm, machen Kräftigungsübungen und halten sich auch mit Laufeinheiten fit. Sonst befindet sich der ganz Verein in Warteposition, da niemand weiß, ob die Frühjahresmeisterschaft in den nächsten Wochen doch noch gestartet wird", meint 1. SV Maria Anzbach Trainer Martin Pölzleithner.

"In unser kleineren Liga wäre eine Frühjahressaison etwas einfacher"

Der Coach des Tabellenachten der 2. Klasse Traisental befindet sich im regelmäßigen Kontakt mit seinen Spielern, alle würden gerne eine Frühjahresmeisterschaft spielen, sind aber gerade zum alleinigen trainieren verdammt. Pölzleithner hat die Rückrunde noch nicht ganz abgehakt.: "Die Durchführung der Meisterschaft wäre in unserer Lage etwas leichter, da wir weniger Spiele haben. Meine persönliches Gefühl sagt mir aber, dass die ganze Geschichte noch länger dauern könnte und dann wird es ganz schwer, die Partien durchzuziehen."

Maria Anzbachs Übungsleiter rechnet eher damit, dass die Saison abgesagt wird, er hat sich darüber aber nicht wirklich den Kopf zerbrochen: "Der Verband wird entscheiden und es werden nicht alle Vereine über de Variante glücklich sein. Uns betrifft es nicht, da wir nicht aufsteigen werden und es in unserer Klasse ja auch keinen Absteiger gibt. Wir können die Entscheidung sowieso nicht beeinflussen."

Durch das Wegfallen oder zumindest Verschieben von Veranstaltungen, fehlende Eintrittsgelder und Einnahmen durch die Kantine haben die Vereine im Unterhaus während dieser herausfordernden Zeit mit gewissen Einbußen zu kämpfen, auch die meist kleinen Sponsoren könnten durch die schwierige wirtschaftliche Lage gezwungen sein, die Unterstützung etwas zu drosseln. Dies könnte in der Folge aber auch zu einer positiven Entwicklung führen. "In den unteren Ligen gibt es teilweise auch Spieler, die nicht schlecht verdienen, es wäre lobenswert, wenn es da bei allen Vereinen zu einem Umdenken kommen würde. Eine richtige Deckelung ist aber nicht durchführbar und es wird immer Klubs geben, die aufsteigen wollen und mehr zahlen können. Wenn Vereine da mithalten wollen, müssen sie such mehr zahlen und schon geht der Kreislauf weiter", würde sich Martin Pölzleithner über eine Entwicklung in die richtige Richtung zwar freuen, er bleibt aber skeptisch.

 

 

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