Blumaus Obmann Erwin Graber: "Bedenken gibt es wegen der Zwangsverpflichtung"

Nachdem der ÖFB Infos und erste Maßnahmen veranlasste, wurde auch bei ASK Blumau letzte Woche das Training abgesagt. Statt einer letzten Einheit kam es zu einer Mannschaftsbesprechung mit dem Vorstand und den Trainern und es wurde bekanntgegeben, dass das Training im Erwachsenenbereich abgesagt wird. Im Jugendbereich, bei dem es in den Altersklassen Kooperationen mit Günselsdorf und Teesdorf gibt, hatte der Verein schon davor reagiert und alle Trainings in den Nachwuchsteams wurden schon zu Mittag ausgesetzt. Wie bei vielen anderen Vereinen werden die Spieler des Tabellensechsten der 2. Klasse Triestingtal ein Heimprogramm und individuelle Laufeinheiten absolvieren.

"In zwei, drei Wochen wird es nicht überstanden sein"

"Wenn ich auf mein eigenes berufliches Umfeld blicke und höre, was Verantwortliche in der Schule meines Sohnes erwarten, werden die Schulen noch lange nach Ostern zu sein. Alles zeigt in die Richtung, dass die Situation nicht in zwei, drei Wochen überstanden ist und ich denke daher, dass die Saison fast gelaufen ist", erklärt Blumaus Obmann Erwin Graber. "Es gibt auch weitere Bedenken, wenn man versucht bis Ende die Saison fertig zu spielen. Die Zwangsverpflichtung startet im Amateurbereich am 1. Juni, es ist die Frage, ob das anders geregelt werden kann", ergänzt der Funktionär des Tabellensechsten.

Erwin Graber hält daher die Fortsetzung der Meisterschaft im Frühjahr für sehr unwahrscheinlich: "Beim Kinder- bzw. Jugendfußball bin ich überzeugt, dass bis in den Sommer nicht mehr gespielt wird, es ist die Frage, ob der Erwachsenenbereich da mitzieht. Solange die Ansteckungsgefahr so groß ist, meine ich persönlich, dass der Amateurbereich das letzte ist, worauf man schauen sollte. Bei der Bundesliga geht es um andere Faktoren, da ist auch die Frage nach den Plätzen für das internationale Geschäft."

"Gesundheit aller am wichtigsten"

"Wir als Vereine können die Situation sowieso nicht beeinflussen, es wird der ÖFB oder der NÖFV lösen müssen. Es gibt eigentlich nur drei Varianten: weiterspielen, bei Streichung der Meisterschaft keine Auf- und Absteiger oder die Herbsttabelle wird herangezogen Ich persönlich sehe die Streichung als realistisch an, es wäre am wenigsten haarig", meint Blumaus Obmann auf die Frage nach der Zukunftschance der Saison 2019/20.

Nach drei abgesagten Spielen sind auch die Flutlichtanlagen eine Problemstelle, da viele nicht kommissioniert sind. Auch der finanzielle Aspekt ist Thema, so hat man laut Graber weitere Ausgaben für das Vereinshaus durch Strom und Heizung. Er hofft, dass in den letzten Klassen andere Vereine keine Spieler monatlich bezahlen, weil das ein größeres Problem darstellt. Diese Frage stellt sich bei Blumau nicht, derzeit sind für Erwin Graber andere Dinge wichtiger: "Unsere Spieler wollen natürlich alle spielen, wir sind im ständigen Kontakt und das wichtigste ist, dass alle gesund sind."

 

 

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