Leobersdorf trotzt den Corona-Absagen und bleibt im Titelrennen

Für den ASC Leobersdorf war es mit Sicherheit keine leichte Spielzeit in der 2. Klasse Triestingtal. Gleich mehrere Partien mit ASC-Beteiligung mussten abgesagt werden, konnten die Elf von Trainer Josef Degeorgi aber nicht an einer Top-Platzierung hindern. Am Ende steht man auf Rang vier und hat unter Einbezug der Verlustpunkte alle Chancen auf den Meistertitel. "Sportlich gesehen ist die Saison einfach zu analysieren. Wir sind ungeschlagen und können Meister werden. Allerdings hätten wir die stärksten Kontrahenten erst vor der Brust gehabt", so Degeorgi einleitend.

Mit nur sechs gespielten Partien lief die Spielzeit für Leobersdorf chaotisch. Trotzdem holte das Team ganze 16 Punkte und ging mit der schwierigen Situation gut um. "Wir waren wohl am meisten betroffen in der ganzen Liga und es war für alle Beteiligten schwierig. Der Abbruch geht natürlich in Ordnung. Das war am Ende kein Zustand mehr für alle Beteiligten", zeigte Degeorgi Verständnis für die vorzeitige Liga-Pause. "Es geht ja nicht nur um Fußball, fügte der Trainer des ASC hinzu.

"Die richtige Zeit um nachzudenken"

Degeorgi sieht an der Corona-Krise aber nicht nur negative Dinge. Sie bietet auch die Chance nachzudenken und Verbesserungen im ganzen Fußball zu initieren. "Man kann viele Sachen überdenken und vielleicht neue Wege gehen. Man hat nun genug Zeit um Verbesserungen vorzunehmen", so Degeorgi weiter. Auch der Kontakt zu seinen Spielern kam nicht zu kurz und so befindet man sich bereits in guten Gesprächen für die anstehende Saison. "Ich bin begeistert wie meine Spieler zu diesem Sport stehen. Alle wollen weiter machen und sind motiviert. Ich kann mir denken, dass das nicht überal der Fall ist und Corona bei vielen Spielern die Prioritäten verschoben hat", ist Degeorgi froh mit seiner Mannschaft weiterarbeiten zu können, sobald es wieder los geht. Demnach stehen bezüglich des Kaders keine großen Veränderungen bevor und man hofft bald wieder spielen zu können. "An sich steht unser Kader und darüber sind wir froh. Eventuell kommt der ein oder andere Spieler punktuell dazu", geht Degeorgi optimistisch in eine aktuell noch ungewisse nahe Zukunft.