Die Richtung stimmt bei Union Stein, auch wenn gerade der Wurm drin ist

Der 1. FC Union Stein ist heuer noch nicht so richtig in die Gänge gekommen. Nach acht Runden im Frühjahr ohne Sieg liegt man in der 2. Klasse Wachau mit nur fünf Punkten auf Tabellenrang zehn. Letztes Jahr belegte man zum Saisonabbruch noch den sechsten Platz – zumindest dort möchte die Union wieder hin. Chefcoach Ronald Griener erzählt, warum es derzeit nicht läuft und wie es im Winter weitergeht.

„Wir haben uns leistungstechnisch einen größeren Sprung erhofft, wobei wir immer noch mit den gleichen Probleme wie letzte Saison zu kämpfen haben. Manche Spieler ziehen einfach nicht voll mit und das größte Problem ist die Angst vor zweistelligen Niederlagen. Da ist es schwer, den Kopf freizukriegen“, meint der Trainer des FC Union. Grundsätzlich sei man aber auf einem positiven Weg, „auch wenn die Stimmung im Team gerade nicht die beste ist. Leider wären erst gegen Ende der Hinrunde jene Gegner gekommen, gegen die wir gute Chancen gehabt hätten, endlich zu gewinnen.“

Mustergültige Umsetzung der Corona-Maßnahmen

Bis dato sei man von Coronafällen verschont geblieben. Spontane Spielabsagen hätte es zwar keine gegeben, dafür aber ein Geisterspiel. Griener: „ Der Verein hat schnell entschieden, ob wir spielen oder nicht. Das wurde gut organisiert. Vereinsintern haben wir alle Corona-Vorgaben umgesetzt, wie: verpflichtende Zu- und Absagen der Spieler mit Kabineneinteilung; möglichst kurze Aufenthalte in den Kabinen; regelmäßige Desinfektion; Kabinen-Maskenpflicht in den letzten zwei Spielen.“ Um dem Verein unter die Arme zu greifen, verzichten Griener und sein Vater, der als Co-Trainer fungiert, bei Geisterspielen auf ihre Prämie, genauso wie ein Großteil der Spieler.

Was bringt die Zukunft?

„Vom Verband ist ein grober Fahrplan gekommen, der vorsieht, zuerst die versäumten Spiele nachzuholen. Wir beginnen mit dem Training früher als sonst und werden auch die Vorbereitung kürzen. Das Training innen wird eine Herausforderung“, so Griener. Angesprochen eine auf eine mögliche Wettbewerbsverzerrung in puncto Wintertransfers sagt er: „Bei uns sind keine großen Transfersprünge geplant, da weder Meisterschaft noch Abstieg ein Thema sind. Es hat schon einen bitteren Beigeschmack, wenn sich die Konkurrenz verstärkt, bevor es überhaupt noch zum Hinspiel gekommen ist. In erster Linie zählt aber nur unsere Entwicklung. Mit zwei bis drei möglichen Neuzugängen führen wir derzeit Gespräche und wir werden sehen, ob die uns weiterhelfen können. Nächstes Jahr möchten wir auf alle Fälle besser aufgestellt sein.“