Spielbetrieb auch im Herbst ohne Legionäre? Hoheneichs Coach Andreas Bachhofner-Wurm im Gespräch

"Vom 6. bis 8. März haben wir noch gemeinsam in Trebon in Tschechien ein Trainingslager absolviert, dies drei Tage verliefen ziemlich gut. Als wir zurückkamen, hat sich die Situation schon zugespitzt, wir hatten am Mittwoch noch eine Training, aber ab Donnerstag ist nichts mehr gegangen", blickt SV Hoheneichs Coach Andreas Bachhofner-Wurm noch einmal auf das Finish der Vorbereitung zurück, die je sein Ende fand. Der Verein sperrte nach den Verordnungen die Sportanlage und die Trainings wurden in allen Bereichen ausgesetzt. "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie sich fithalten sollen und wir schauen, wie es jetzt weitergeht", so der Trainer des Tabellenachten der 2. Klasse Waldviertel Süd.

"Vereine werden kleinere Brötchen backen müssen"

"Ich glaube, dass für die Frühjahresmeisterschaft die Absage der EM ein Pluspunkt sein könnte, die Bundesliga plant auch im Mai wieder zu spielen und wenn man die Saison verlängert, könnte man alles bis Ende Juni durchziehen.", meint Bachhofner-Wurm zur Möglichkeit einer Fortsetzung der Saison im Frühjahr. Er gibt aber zu bedenken, dass Fußball ein Kontaktsport ist und glaubt daher nur bedingt, dass in den nächsten Wochen noch Spiel möglich sind. "Wir hätten alle gerne gespielt, die Gesundheit geht in dieser Situation aber sicher vor!"

Hoheneichs Coach hält es bei einer Absage der Saison für am fairsten, wenn diese annulliert und alles wieder auf Null gestellt wird. "Jetzt ist wichtig, das einmal Normalität einkehrt und über alles steht die Gesundheit. Wir können alle nur hoffen, dass die Maßnahmen greifen und im Sommer wieder gespielt werden kann." Andreas Bachhofner-Wurm wirft dazu einen interessanten Aspekt in die Diskussion: "Ich bin mit unseren Legionären im Kontakt, wenn es stimmt, könnte sechs Monate die Grenzen zu sein und es wird kein Legionär nach Österreich kommen. Vielleicht wird es im Sommer einen Start ohne Legionäre geben."

Nicht nur sportlich blicken die Vereine während dieser herausfordernden Zeit in eine ungewisse Zukunft, auch finanziell wird man, je nach Länge der Pause, zu kämpfen haben. "Bei kleineren Vereinen ist vielleicht der Vorteil, dass sie fast keine großen Sponsoren haben. Im Amateurbereich sind die Feste das Problem, Hoheneich veranstaltet zum Beispiel immer eine ,Halli Galli Party' und in diesem Jahr schaut es nicht gut aus. Es wäre toll, wenn der Verband in dieser Situation die Vereine unterstützen würde, klar ist für mich, dass die Klubs in der nächsten Zeit kleinere Brötchen backen müssen", so Hoheneichs Trainer.

 

 

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