Legionärstausch in der Winterpause - Brunn machte im Herbst Schritt nach vorne

"Im Großen und Ganzen haben wir im Herbst einen Schritt nach vorne gemacht, man sieht, was wir uns erarbeitet haben und auch die Spielphilosophie geht in die richtige Richtung. Man merkt aber auch, dass noch etwas an Qualität im Herbst gefehlt hat, auch an der Einstellung müssen wir noch arbeiten. Die Mannschaft muss sich insgesamt mehr zutrauen, wir haben viele brave Arbeiter, benötigen aber auch ein paar Spieler, die die Verantwortung übernehmen und sich zu Führungsspielern entwickeln", erklärt USV Brunn/Wild-Coach Norbert Stummer. Seine Mannschaft musste sich zum Teil im Herbst knapp geschlagen geben, holte einen Sieg sowie zwei Remis und landete mit fünf Punkten an der 12. Stelle der 2. Klasse Waldviertel Thayatal.

Zwei bis drei Spieler sollen kommen

In der Winterpause wird es bei Brunn im Kader punktuelle Veränderungen geben, von Jiri Schlimbach hat man sich wieder getrennt und er geht zu Ottenthal. Für ihn soll ein tschechischer Spieler mit an Bord genommen werden, der Verein will sich im zentralen Mittelfeld, in der Sturmreihe und Defensive verstärken und zwei bis drei Spieler sollen verpflichtet werden. Am 24. Jänner startet der 12. der Herbstsaison in die Vorbereitung, in der Folge sind sechs bis sieben Tests geplant, ehe die Rückrunde startet.

"Wir werden hoffentlich in der Rückrunde mehr Qualität haben, es hat bisher allerdings das Vertrauen gefehlt, um die stärkeren Mannschaften richtig zu ärgern. Ich hoffe, dass wir uns als Team noch steigern und konkurrenzfähig werden. Es wäre wichtig, das 3. Klasse-Image abzulegen, es fehlt nicht viel uns unser Weg ist sicher der Richtige", meint Norbert Stummer zu den Zielen seines Vereins in den kommenden Monaten.

"In fünf Jahren könnte es krachen"

Zur Lage in der Liga ergänzt der Übungsleiter von Brunn: "Schwarzenau und Weitersfeld sind für mich Kandidaten für den Titel, Schwarzenau muss aber dafür schon zu Beginn der Rückrunde Umfaller haben, damit es noch einmal spannend wird. Allentsteig hat sich im Herbst über ihren Wert geschlagen, bei Thaya ist sicher mehr möglich, wenn sie sich finden und als Einheit zusammenwachsen." Zum Abschluss des Gesprächs blickt Stummer mit einer kritischen Anmerkung in die Zukunft: "Wir wollen wieder junge Spieler einbauen und sie zu mehr Einsatzzeit kommen lassen. Es wird sicher interessant, wie es grundlegend im Amateurfußball in den nächsten fünf Jahren weitergeht. Ich glaube, es wird noch ordentlich krachen, bei vielen Vereinen wird zu viel in den Spielbetrieb investiert und der Nachwuchs vernachlässigt. Es wird zu sehr auf die Kampfmannschaft geschaut, statt die eigenen jungen Spieler zu forcieren."

 

 

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