Mittelmaß statt Aufstiegskampf - Wildendürnbach blickt auf Herbstsaison zurück

Nach einer durchwachsenen Hinrunde steht die Mannschaft um Coach Pavel Podoba mit 21 Punkten auf dem 7.Platz in der 2. Klasse Weinviertel Nord. „Wir sind nicht zufrieden mit der Tabellenplatzierung“, beschreibt Sektionsleiter Florian Gremliza kritisch die Situation. „Wir wollten vorne mitspielen, hatten jedoch früh in der Saison mit Verletzungen zu kämpfen und konnten praktisch in keinem Spiel mit der gleichen Aufstellung antreten“, sagt der Verantwortliche von UFC Wildendürnbach.

Legionärstausch im Winter!

Geplant war im Aufstiegskampf ein gehöriges Wörtchen mitzureden, da die Liga sehr ausgeglichen ist und jedes Jahr mehrere Mannschaften die Chance haben, um den Meistertitel mitspielen zu können. Der Plan ging leider nicht ganz auf. Nach zwei starken Auftritten zu Beginn der Saison konnten die Wildendürnbacher das Niveau nicht mehr aufrecht halten und versanken immer mehr im Mittelfeld der Tabelle. Es folgten einige sehr knappe Partien sowie ein 0:9 Auswärtstriumph gegen Eibesthal, aber auch ein 0:4 Debakel gegen Hausbrunn.

Schlussendlich beendete die Mannschaft die Hinrunde auf dem 7. Platz. In der Tabelle beträgt der Rückstand auf Leader Altruppersdorf/Kleinhadersdorf 11 Punkte sowie 10 Punkte auf die Verfolger aus Fallbach und Hausbrunn.

Während der Winterpause wurde man auch auf dem Transfermarkt aktiv. Es gab einen Legionärstausch, Spielmacher Miroslav Zablacky wechselt aufgrund von beruflichen bzw. familiären Gründen zurück nach Tschechien. Von SV Jedenspeigen-Sierndorf kommt der 24-jährige Daniel Kuklovsky zur Mannschaft von Trainer Podoba, man erhofft sich mit diesem Transfer besonders die Probleme im Abwehrverbund in den Griff zu bekommen. „Daniel ist eine sehr gute Verstärkung für unser Team, er kann praktisch auf allen Positionen in der Verteidigung eingesetzt werden“, sagt Sektionsleiter Gremliza über seinen Neuzugang. Weiters kehrt Andreas Graf nach einer Karrierepause in den Kader der Wildendürnbacher zurück, er soll vor allem das offensive Mittelfeld verstärken.

Aufgrund mehrerer Knieverletzungen musste Peter Schliesselberger mit nur 30 Jahren seine Karriere beenden. Ebenfalls vom Verletzungspech betroffen sind Michael Madner (Kreuzbandriss) und Florian Schuckert (Außenbandverletzung). Beide werden vermutlich diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Sportlich verbessern

Trotz der großen Verletzungssorgen blickt die Mannschaft positiv in die Zukunft. „Ich erwarte eine bessere Rückrunde von meiner Mannschaft, wenn wir im defensiven Bereich mehr Stabilität bringen und vorne die Torchancen effektiv nutzen, können wir vielleicht noch einmal vorne angreifen“, beschreibt Florian Gremliza die Erwartungen an sein Team für die nächsten Spiele in denen das Hauptziel ist, auf jeden Fall mehr Punkte als im Herbst zu sammeln.

Einen Meistertipp ließ sich der Sektionsleiter ebenfalls entlocken. „Ich favorisiere leicht Hausbrunn für den Titel, da sie vermutlich den breitesten Kader aller 14 Mannschaften in der Klasse haben und Ausfälle am besten kompensieren können.“

Vorbereitung läuft…

Die Vorbereitung in Wildendürnbach läuft seit dem 9. Februar. Mit 2-3 Trainingseinheiten pro Woche bereitet sich die Mannschaft auf die kommende Rückrunde vor. Bislang wurde ein Testspiel abgehalten. In Mikulov (CZ) musste sich die Mannschaft 0:4 gegen USV Hauskirchen (1.Klasse Nord) auf Kunstrasen geschlagen geben. Weitere Testspiele gegen SV Unterstinkenbrunn (07.03.) sowie gegen UFC Gaubitsch (15.03.), beides Mannschaften aus der 1.Klasse Nordwest, stehen noch vor dem Meisterschaftsbeginn aus.

Am 22. März startet dann die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel gegen die abgeschlagen auf dem letzten Platz liegende Mannschaft aus Klement, jedoch ohne Toptorschütze Petr Mikel. Der Stürmer (13 Tore in 13 Spielen) fehlt aufgrund einer roten Karte, welche er im letzten Saisonspiel gegen Altlichtenwarth erhalten hatte.

von Raphael Konrad

 

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