Drei Coronavirus-Infektionen - Gesamtes Altruppersdorf/Kleinhadersdorf-Team in Quarantäne!

Um die Verbreitung des Coronavirus in Österreich einzudämmen, wurden in den letzten Tagen von der Bundesregierung, aber auch vom ÖFB und den Landesverbänden weitreichende Maßnahmen getroffen. Die SG Altruppersdorf/Kleinhadersdorf setzte die Entscheidungen um, ist mittlerweile aber von drei Infektionsfällen selbst betroffen. "Vorletztes Wochenende steckten sich drei beim Skifahren in St. Anton an. Wir haben noch am Montag vor einer Woche alle gemeinsam trainiert, eine halbe Stunde danach haben mir zwei Spieler geschrieben, dass sie Fieber haben und im Bett liegen", erzählt Trainer Mario Batoha. Die Spieler haben in der Folge die Behörde kontaktiert, die Symptome wurden zunächst laut Batoha aber für eine Grippe gehalten. "Mitte der letzten Woche haben sie noch einmal angerufen und wurden am Freitag getestet, am Samstag wurden sie informiert, dass sie positiv getestet wurden." erklärt der Coach.

Positiv getestete Spieler bereits fieberfrei

Aufgrund des positiven Tests mussten alle, die beim Training am 9. März noch dabei waren, in häusliche Quarantäne. Bei den positiv getesteten Spielern gibt es zumindest schon die gute Nachricht, dass sie bei der Bekanntgabe des Ergebnisse bereits fieberfrei waren. "Die häusliche Quarantäne trifft nicht nicht nur alle, die beim Training dabei waren. Meine Frau war mit mir in Kontakt und arbeitet als Krankenschwester im Krankenhaus, sie darf natürlich jetzt auch nicht arbeiten gehen. Ich selbst habe keine Symptome wie Fieber, Halsweh oder Husten, wir müssen jetzt alle bis nächste Woche Montag zu Hause bleiben und dann darf man wieder in die Arbeit", beschreibt der Coach des Herbstmeisters der 2. Klasse Weinviertel Nord die derzeitige Lage.

Die Meisterschaft ist in allen Ligen in Österreich derzeit ausgesetzt und es ist noch nicht klar, wie und ob die Frühjahrssaison durchgeführt werden kann. "Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass noch einmal weitergespielt wird. Ich denke, dass im Amateurbereich bis Sommer ausgesetzt wird, die Gesundheit ist wichtiger", meint Batoha. "In der Bundesliga geht es um viel Geld und da kann ich es mir noch einreden lassen, dass sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiterspielen. Ab der Regionalliga abwärts glaube ich, dass es am besten ist, wenn es heißt ,Zurück zum Start' und die Meisterschaft ohne Auf- und Absteiger beendet wird."

"Ich bin doppelt betroffen"

Am 26. März könnte es von den Verbänden die nächste Entscheidung geben, wie die Saison 2019/20 abgeschlossen wird, Mario Batoha findet, dass es am fairsten wäre, die Meisterschaft zu annullieren: "Ich bin als Sektionsleiter von Leobendorf in der RLO und als Trainer von Altruppersdorf/Kleinhadersdorf doppelt betroffen. Leobendorf will nicht absteigen und hat sich sehr gut verstärkt, in unserer 2. Klasse wurden wir Herbstmeister und Hausbrunn hat, um um den Titel mitzuspielen, auch noch Verstärkungen geholt. Es würde keinen Sinn machen, wenn es Auf- und Absteiger gäbe, es würde sicher Einsprüche und Probleme geben."

Derzeit befinden sich die Akteure von Altruppersdorf/Kleinhadersdorf noch in Quarantäne und der Coach des Tabellenführers appelliert an die eigen Spieler, sich fit zu halten: "Derzeit ist es noch blöd, weil man nicht raus darf, es sind zu Haue aber Kräftigungs- und Stabilisierungsübungen möglich. Ab Dienstag können alle wieder laufen gehen und es sollen sich alle fit halten."

 

 

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