Wilfersdorf-Sektionsleiter Friedrich: "Wollen die Entwicklung von Corona abwarten"

Einen durchaus ruhigen Sommer verzeichnete man beim FC Wilfersdorf. Heuer versuchte man ganz bewusst, die Füße stillzuhalten, da man erst die weitere Entwicklung der Pandemiesituation abwarten möchte. Auf dem Spielersektor gab es einen schmerzlichen Verlust zu beklagen: Mit Lukas Schweinberger verliert man einen seiner besten Akteure. Man wollte dem Eigengewächs bei dem Versuch, in einer höheren Klasse Fuß zu fassen, jedoch keine Steine in den Weg legen. 

 

Angesprochen auf die Frage nach den Auswirkungen der Coronakrise mein Wilfersdorfs Sektionsleiter Robert Friedrich: "Auf dem Sponsorensektor leben wir hauptsächlich von den Einnahmen durch unsere Werbetafeln am Spielfeldrand. Diese Sponsoren unterstützen uns glücklicherweise weiterhin", erläutert er. Das für das Frühjahr geplante Grillfest musste heuer leider abgesagt werden. Den für September angedacht Wandertag jedoch wolle man unter Berücksichtigung der COVID19-Maßnahmen durchführen. "Das wollen wir auf jeden Fall versuchen. Natürlich heuer ein wenig mehr aufgelockert als in den Jahren zuvor", erklärt Friedrich.

Seit einigen Wochen befindet man sich nun wieder im Trainingsbetrieb. Drei Testspiele wurden bisher absolviert: Gegen Hauskirchen unterlag man mit 2:5, gegen Schrick mit 1:3, ehe man im jüngsten Duell mit Spannberg (2:3) erneut den Kürzeren zog. "Gegen Hauskirchen hatten wir eine gute Phase, waren am 3:3-Ausgleich dran, trafen aber leider nur die Latte, am Ende fehlten uns ein wenig die Kräfte. Beim Spiel gegen Schrick lief leider nicht viel zusammen, sodass wir verdient verloren haben. Gegen Spannberg hingegen traten wir deutlich besser auf und haben letztendlich nur knapp verloren", zieht Friedrich ein Fazit. Dennoch sei man mit der Vorbereitung bisher zufrieden.

Abgang von Leistungsträger Schweinberger muss intern kompensiert werden

Die Stimmung in der Mannschaft sei gut, betont er. "Wir haben auch eine hohe Trainingsbeteiligung, es sind regelmäßig zwischen 15 und 18 Mann bei den Einheiten dabei", freut er sich. Als Saisonziel gibt er einen Platz unter den besten fünf Mannschaften aus, jedoch unter der Voraussetzung, dass man von Verletzungen verschont bleibt. "Aufgrund des Abgangs von Leistungsträger Lukas Schweinberger ist die Personaldecke erneut dünner geworden", erklärt er. Schweinberger zieht es nach Spannberg. "Wir wollten ihm das ermöglichen, weil er sich in einer höheren Klasse beweisen wollte. Er kennt auch einige Leute in Spannberg und möchte das einfach versuchen, bevor er zu alt ist", lässt Friedrich wissen. Auf Neuverpflichtungen verzichtete man, speziell was Legionäre betrifft: "Da wollen wir abwarten wie es mit Corona weitergeht und ob die Saison überhaupt fertig gespielt werden kann. Deshalb wollten wir hier nicht zu viel Geld investieren."

Im Kampf um die Spitzenplätze tut sich Friedrich mit einer Prognose schwer, wie er sagt: "Teams wie Altruppersdorf, Fallbach und Hausbrunn sind sicher nicht schwächer geworden. Diese drei zählen für mich jedenfalls zu den Anwärtern", so der Sektionsleiter abschließend.

 

Zugänge:

keine

Abgänge:

Lukas Schweinberger (Spannberg)