Legionärstausch und ein Rückkehrer - Pöggstall will wieder Schritt in richtige Richtung machen

„Im letzten Jahr waren wir Herbstmeister, es hat alles sehr gut funktioniert und wir schafften einen guten Tabellenplatz. Im Sommer haben aber drei erfahrene Spieler aufgehört und das war für uns die Hauptproblematik, warum es bei uns nicht gelaufen ist. Wir spielten die Hinrunde mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren, die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt und zudem haben auch die Legionäre nicht mehr so entsprochen wie im letzten Jahr. Wir haben daher im Winter die Legionäre getauscht und hoffen, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht", lautet die Herbstbilanz von USC Pöggstalls stellvertretenden Obmann Hans-Jörg Matschiner. Der Verein sammelte in der Herbstmeisterschaft nur neun Punkte ein und landete auf Rang 11 der 2. Klasse Yspertal.

"Wir erwarten uns keine Wunderdinge"

"Mit dem Herbst sind wir natürlich nicht unbedingt zufrieden", betont auch USC-Obmann Christian Waldbauer. "Leider waren wir häufig zu grün hinter den Ohren und haben dadurch Punkte hergeschenkt“, nennt er die Gründe für das unzufriedenstellende Abschneiden im Herbst. Dennoch wolle man an dem jungen Kader festhalten. Man sehe viel Potential in der Mannschaft, so Waldbauer.

Mit Martin Bernard und Lukas Kadorek gab Pöggstall im Winter die beiden Legionäre ab, sie kehrten nach Tschechien zurück. Dafür wurden zwei neue Legionäre als Ersatz geholt, die das Mittelfeld und die Sturmreihe verstärken. Daniel Abrahamovsky kam von Ebenthal, Patrik Ciger spielte zuletzt in der Slowakei. Weiters kam Tormann Philipp Gölss von Münichreith, er kehrte damit an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor allem auf der Torwartposition hat man nun dank Philipp Gölss ein „Luxusproblem“. "Wir haben jetzt drei mehr oder weniger gleichwertige Torhüter" freut sich Waldbauer. "Speziell in der 2. Klasse, wo Spieler immer wieder aus privaten Gründen ausfallen können, ist es wichtig, gute Backups zu haben", sieht Pöggstalls Obmann den Club nun gut aufgestellt.

Anfang Februar startete Pöggstall in die Vorbereitung auf die Rückrunde und die Trainingsbeteiligung ist laut Matschiner schon sehr gut, rund 20 Leute sind immer bei den Einheiten dabei. Da der Platz nach einem Rohrbruch unter Wasser stand, konnte die Mannschaft allerdings bisher nur in der Halle trainieren. Heute testet der Tabellenelfte der 2. Klasse Yspertal gegen Hoheneich, jede Woche ist ein Match geplant und insgesamt stehen fünf Vorbereitungspartien am Programm der kommenden Zeit.

Weiterentwicklung der jungen Mannschaft

Angesprochen auf die Ziele des Vereins für das Frühjahr und die Hoffnungen für die kommenden Monate meint Hans-Jörg Matschiner: "Wir erwarten uns eine Weiterentwicklung und wollen einen Schritt in die richtige Richtung machen, dabei hoffen wir, dass die neuen Legionäre einschlagen. Im Herbst war eine wenig der Wurm drinnen, jeder hat gedacht, dass es eine Selbstläufer wird und wir wurden von einem Titelkandidaten zum Vorletzten. Es war auch mental schwierig und wichtig ist, dass alle ruhig bleiben. Das Frühjahr wird auch nicht einfach werden, wird sind zwar zuversichtlich, man darf sich aber keine Wunderdinge erwarten."

"Wir haben einen sehr jungen Kader, die Chemie stimmt. Nun gilt es, im Frühjahr weitere Erfahrung zu sammeln und so viele Punkte wie möglich zu machen“, gibt er die Richtung vor. Vorrangig sei jedoch die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft. "Wir wollen für die nächsten Jahre etwas aufbauen", blickt Waldbauer ergänzend bereits in die Zukunft.

Leiben macht das Rennen

In der Frage nach dem Sieger im Meisterschaftsrennen legt sich Waldbauer fest: "Leiben wird sich da die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen“, sieht er den Winterkönig auch am Saisonende ganz vorne. Für seinen USC Pöggstall sei Platzierung am Ende der Spielzeit eher zweitrangig. "Wichtig ist, dass wir so viel Erfahrung wie möglich sammeln", so Waldbauer abschließend.

 

 

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