Lagerware für Sozialmarkt - Vösendorf setzt tolles Zeichen für die Gemeinschaft

"Nachdem das soziale Leben immer mehr eingeschränkt wurde, war es aus meiner Sicht nicht überraschend und nur logisch, dass auch der Fußball in dieser herausfordernden Zeit eingeschränkt wird. Die Maßnahmen wurden von der Regierung gesetzt und wir unterstützen sie, es gibt derzeit wichtigere Dinge, die dem Fußball übergeordnet sind", meint ASV Vösendorfs Trainer Patrick Fürst. "Wenn der Fußball einmal nicht da ist, sieht man, was einem im Leben fehlt. Es ist ein super Ausgleich, man kommt aus dem Alttag raus und es ist eine wunderschöne Nebensache. Trotzdem ist es wichtig und richtig, dass der Sport derzeit eingestellt wurde", so der Trainer des Tabellenelften der Herbstmeisterschaft der 2. Landesliga Ost weiter.

"Wir sind intensiv im Kontakt mit den Spielern"

"Für die Spieler und als Trainer ist es natürlich sehr bitter: nach einer sehr langen Wintervorbereitung, die auch im Kopf mühsam ist, stand man kurz davor, das zu machen, wofür man davor wochenlang trainierte. Es geht um das Spiel und Punkte, dies ist allen genommen worden. Man muss aber sagen, dass es absolut richtig war, alles auszusetzen", so Vösendorfs Coach.

In dieser Zeit der Ungewissheit für die Vereine und der Frage, ob es im Frühjahr überhaupt weitergeht, ist es auch für die Spieler schwer, die Spannung aufrechtzuerhalten. "Man kann sportlich durch verschiedene Läufe nur ein wenig Abwechslung schaffen, es geht für sie aufgrund der Maßnahmen aber auch um berufliche und private Eingriffe." Patrick Fürst glaubt persönlich nicht, dass noch ein Frühjahr gespielt wird. "Man kann nicht von einem Tag auf den anderen wieder weiterspielen, es wird eine gewisse Vorlaufzeit benötigt und zudem ist die Verletzungsgefahr da. Spieler können zudem den Job verloren haben oder müssen Überstunden machen, es wird daher schwer möglich sein, zweimal in der Woche zu spielen. Die Urlaubszeit spielt auch eine Rolle, ich kann mir daher nicht, dass die Rückrunde gestartet wird und hoffe, dass der ÖFB die richtige Lösung findet."

"Wir sind derzeit in intensivem Kontakt, über die offizielle WhatsApp-Gruppe wird das Heimprogramm verschickt und Informationen weitergeleitet. Ich habe in den letzten zwei Wochen mit jedem Spieler persönlich telefoniert, es geht dabei nicht nur um Fußball, sondern auch darum, wie es jedem einzelnen geht", beschreibt Vösendorfs Trainer die derzeitige Kommunikation innerhalb des Vereins.

Lagerware an Sozialmarkt

Die schwierige Zeit fördert in Österreich den Zusammenhalt und einige Vereine bieten Hilfestellungen für das Umfeld an, auch Vösendorf wurde aktiv und hat eine tolle Aktion gestartet: "Unser Obmann Harald Zeller hat eine richtig gute Sache in die Wege geleitet. Unser Verein spendet die Lagerware und damit die antialkoholischen Getränke an den Sozialmarkt", erzählt Coach Fürst.

 

 

 

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