ASK Bad Vöslau: "Halten das für einen absoluten Unsinn"

Der ASK Bad Vöslau blickt nach acht Niederlagen aus 13 Spielen auf einen eher durchwachsenen Herbst in der 2. Landesliga Ost zurück. Behrooz Khiaban, seines Zeichens Obmann des Vereins, nimmt im Gespräch mit ligaportal.at zu sportlichen Aspekten, aber auch dem interessanten Thema der Regelung betreffend Eigenbauspielern Stellung.

 

Horrorstart folgte versöhnlicher Herbstabschluss

Nach einem katastrophalen Start ist es dem ASK Bad Vöslau zum Ende der Herbstmeisterschaft gelungen, eine Trendwende einzuleiten. Nicht weniger als zehn der insgesamt elf Punkte holte man in den letzten vier Spielen vor dem Jahreswechsel. „Es lief schon unglücklich, aber am Ende haben wir es geschafft, die Kurve zu drehen und ein paar Punkte zu machen. Wichtig war, dass die Mannschaft trotz der Misserfolge bis zum Schluss zusammengehalten hat, an der gewünschten Leistung gearbeitet und diese im Endeffekt auch geliefert hat. Das Ganze war nicht sehr stabil, wir sind dran alles nochmal ein Stück zu verbessern“, so Khiaban.

Den Grund für den schwachen Start und Mittelteil sieht der Obmann auch in dem Umstand, dass man vielen jungen Spielern das Vertrauen geschenkt hat. „Wir haben sehr viele junge Spieler, der Verein baut auf eigene Spieler. Das hat in der Vorsaison sehr gut funktioniert, man hat aber gemerkt, dass die Leistung nicht so konstant ist, das hat für den Herbst leider nicht gereicht.“

Türkei-Trainingslager im März

Abgänge hatte man in Bad Vöslau bisher keine zu verzeichnen, zum Verein stoßen werden jedoch Niels Buurman (zurück nach Auslandsaufenthalt), Berke Kuvvet (kommt von Würmla) und Matthias Muhr (zuletzt Kottingbrunn). Das Team hat bereits die erste Woche der Vorbereitung absolviert, im März wird man schließlich ein Trainingslager in Antalya abhalten. „Wir sind bereits seit 20 Jahren dort“, erklärt Khiaban auf Nachfrage.

Als Ziel gibt der Obmann primär den Klassenerhalt aus, das zweite sei es, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Gefragt nach seiner Meinung zur Entwicklungsmöglichkeit junger Spieler im Abstiegskampf, spricht Khiaban ein spannendes Thema an. „Momentan ist das leider sehr schwierig, es wurde die Eigenbauspielerregelung auf fünf Spieler herabgesetzt. Da somit natürlich viele Vereine in externe Spieler investieren, müssen jene Vereine, die auf den eigenen Nachwuchs setzen, kämpfen und ihrerseits investieren. Da wir jetzt wieder um den Klassenerhalt kämpfen, kommen junge Spieler weniger zum Zug. Wir halten es für einen absoluten Unsinn, dass die Eigenspielerreglung von acht auf fünf gesenkt wurde.“