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Ein Highlight jagt das nächste im Aufeinandertreffen zwischen Mistelbach und Bisamberg

Das Matchup zwischen dem FC Mistelbach und dem 1. FC Bisamberg in Runde 10 der 2. Landesliga Ost hat alles zu bieten: Tore am laufenden Fließband, Chancen an beiden Enden des Platzes und einen Ausschluss, der zusätzliche Würze in ein ereignisreiches Spiel bringt. Nachdem zum Pausenpfiff vieles für einen Sieg der Mistelbacher spricht, beweist Bisamberg in Unterzahl bemerkenswerte Moral und kommt mit der letzten Aktion noch zu einem hart erkämpften Punktgewinn.

 

Ein Spiel vollbepackt mit Highlights beginnt mit dem ersten Torjubel nach lediglich vier Minuten. Martin Stehlik und Felix Steiner kombinieren sich im Zusammenspiel durch, letzterer schlägt den Ball in die Gefahrenzone. Dort läuft Lorenz Grabovac ein und versenkt das Leder zur Bisamberger Führung im Gehäuse. Mistelbach zeigt sich enorm körperbetont und vor allem Rona Bumba behauptet sich nach hohen Pässen immer wieder im letzten Drittel. In Minute 19 bricht der Gastgeber über rechts durch und der soeben eingewechselte Marcel Bauer schiebt alleingelassen in der Mitte ein. Es geht munter weiter, denn nach gut einer halben Stunde folgt eine spielentscheidende Szene: Johannes Müller befindet sich mit seinem Gegenspieler im Laufduell und bringt diesen zu Fall. Für Schiedsrichter Stevan Radenkovic eine Torchancenverhinderung, welche zum Griff an die hintere Hosentasche führt. Den fälligen Freistoß tritt Lukas Stetter und hämmert das Leder in die Maschen. Mistelbach dreht das Spiel und befindet sich von nun an in Überzahl. Noch dicker kommt es für die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einem Steilpass greift sich Mehmet Sütcü an den Oberschenkel, kann in die vermeintlich bereinigte Situation nicht mehr eingreifen, sodass Mistelbach frei durch ist und Tomas Tok nur noch einschieben muss.

Mistelbach hält zur Halbzeitpause alle Trümpfe in der Hand, zumal Kapitän und Abwehrchef Mehmet Sütcü zu allem Überfluss in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen muss. Bisamberg und Lorenz Grabovac geben sich jedoch keinesfalls frühzeitig geschlagen, denn der Offensivakteur sorgt mit einem Kunststück für den Anschlusstreffer: Felix Steiner sucht erneut den eingelaufenen Grabovac, jener lässt den Ball durch die Beine durchlaufen und bugsiert das Leder mit der Ferse ins Tor. Mistelbach kommt in weiterer Folge immer wieder gefährlich bis ins letzte Drittel vor, muss sich allerdings bei Stefan Dominkovics bedanken, der nach einem Lupfer von Anis Balti den Braten gerochen hat und die Führung festhält. Als sich alles schon auf einen Sieg der Mistelbacher eingestellt hat, macht Bisamberg der Heimelf einen Strich durch die Rechnung: In letzter Sekunde kombiniert man sich über die linke Seite durch, Anis Balti legt für Martin Stehlik auf, der bei seinem Abschluss Stefan Dominkovics keine Abwehrchance lässt. Der sicher geglaubte Sieg für Mistelbach ist somit dahin und Bisamberg belohnt sich für einen beachtlichen Kampf in Unterzahl noch mit einem Zähler.

 

Mistelbach – Bisamberg 3:3 (3:1)

Torfolge: 0:1 (4. Lorenz Grabovac), 1:1 (19. Marcel Bauer), 2:1 (27. Lukas Stetter), 3:1 (44. Tomas Tok), 3:2 (52. Lorenz Grabovac), 3:3 (90+4 Martin Stehlik)

 

Mistelbach: Stefan Dominkovics - Markus Marusa (K), Thomas Augustin, Markus Hosp, Josef Hesek, Johannes Rapper, Gerald Gschwindl, Lukas Stetter - Tomas Tok, Andreas Fellner - Rona Bumba

Ersatzspieler: Marek Cervik, Jonas Schild, Marcel Bauer, Lukas Bösmüller, Benjamin Haller, Stephan Geissler

Trainer: Alfred Rötzer

 

Bisamberg: Erik Kindl, Johannes Maria Müller, Goran Kreso, Dominik Vockathaler, Mensur Kurtisi, Daniel Lettner, Lorenz Grabovac, Mehmet Sütcü (K), Alexander Holzer, Martin Stehlik, Felix Steiner

Ersatzspieler: Gregor Klingenbrunner, Fabian Niklas, Michael Haag, Benedikt Berger, Vincent Hefelle, Anis Balti

Trainer: Rene Fischer

 

Die Auffälligsten: Marcel Bauer (Mistelbach), Martin Stehlik (Bisamberg), Lorenz Grabovac (Bisamberg)

 

Rene Fischer (Bisamberg)

„Wir haben gewusst, dass Mistelbach sehr körperbetont spielt und viele lange Bälle schlägt. Ich bin auch der Meinung, sie stehen zu Unrecht so weit unten. Wir haben in Unterzahl ein 4-4-1 gespielt, Mensur Kurtisi hat sich immer wieder zurückfallen lassen und die Bälle gut verteilt – Wir haben richtig guten Fußball gespielt. Man darf nicht vergessen, es war bereits unsere vierte rote Karte in dieser Saison. Dabei haben wir kein Spiel verloren, das unterstreicht die gute Moral und körperliche Verfassung der Mannschaft. Genau dafür haben wir auch unseren Athletiktrainer. Die Mannschaft fightet bis zuletzt und glaubt an sich.“

 

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