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2. Landesliga West

Zvijerac: "Ich gehe erhobenen Hauptes!"

Es ober-grafendorf atsvsind jene Geschichten, die nur der Fußball schreiben kann. Geschichten, die  die Faszination dieser Sportart ausmachen. Da wurde Goran Zvijerac, Spielertrainer in Ober-Grafendorf, letzte Woche von den Klubchefs mitgeteilt, dass er kommende Saison nicht mehr benötigt wird. Trotz Vertrages bis 2014. Die Reaktion des Mittelfeld-Asses: einzigartig! Er pusht die Mannschaft mehr als je zuvor und führt sie gestern mit zwei erzielten Toren zum 3:1-Sieg über Eggenburg und somit zum Meistertitel.

 

unterhaus.at: Herr Zvijerac, welch turbulente Tage haben Sie zuletzt erlebt: Vergangene Woche bekamen Sie zu hören, dass Sie in Ober-Grafendorf nächste Saison nicht mehr benötigt werden. Eine Woche später schießen Sie heute Ober-Grafendorf im letzten Saisonspiel gegen Eggenburg zum Titel und zum Aufstieg in die 1. Landesliga. Was geht in ihrem Kopf vor?

Goran Zvijerac: "Ich muss das alles erst einmal für mich verarbeiten, ich kann das noch nicht recht in Worte fassen. Es ist so viel passiert in den vergangenen Tagen. Um das alles zu begreifen, werden sicher einige Tage vergehen müssen. Doch eines bin ich ganz gewiss: überglücklich. Es ist mein sechster Meistertitel, doch mein erster als Trainer."

 

unterhaus.at: Versuchen wir dennoch mal das heutige Spiel gegen Eggenburg aufzuarbeiten. Wie haben Sie die 90 Minuten erlebt?

Goran Zvijerac: "Wir waren hypernervös, hatten eine Halbzeit lang ganz einfach die Hosen gestrichen voll. Goalie Zach hat uns vor einem höheren Rückstand gerettet, wir haben uns irgendwie mit dem 0:1 in die Halbzeit gerettet. Dort haben wir uns gesammelt und sind wie so oft in dieser Saison mit frischen Kräften und Energien zurück aufs Feld gekommen."

 

unterhaus.at: Doch bis zum erlösenden 1:1-Ausgleich mussten 60 Minuten vergehen.

Goran Zvijerac: "Wir hatten aber schon zuvor deutlich mehr Druck ausüben können. Der Doppeltausch in der 55. Minute hat noch mehr Wind ins Spiel gebracht. Matthias Dengg und Dominik Koukola haben den Umschwung miteingeleitet. Es war von Haus aus nicht einfach heute. Im 13. Frühjahrs-Spiel musste ich die 13. Aufstellung auspacken. Denn Pulkert hatte sich in Schrems den Mittelfuß-Knochen gebrochen, stand heute nicht zur Verfügung."

 

unterhaus.at: Und dann traten auch noch Sie als zweifacher Torschütze in Erscheinung?

Goran Zvijerac: "Mit dem Ausgleich fiel ein Felsbrocken von uns. Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses 1:1 erzielt habe. Es war ein Riesen-Getümmel, ich kam irgendwie an den Ball, irgendjemand hat ihn dann noch abgefälscht, keine Ahnung wer. Danach löste sich die Verkrampfung, zogen wir wieder unser Kurzpass-Spiel auf. Das zweite Tor zählt sicher zu den schönsten Treffern in meiner Karriere. Dengg hat den Pass in den Rückraum gespielt, ich lauerte am 20er, hatte etwas Zeit, richtete mir den Ball zurecht und schoss ihn zum 3:1 unter die Latte."

 

unterhaus.at: Das Verhätlnis zu den Klubbossen soll in letzter Zeit nicht ganz frei von Konflikten gewesen sein. Was hat sich da heute nach dem Spiel abgespielt?

Goran Zvijerac: "Wir haben alle miteinander gefeiert, alle haben sich gefreut, da war gar nichts. Ich gehe erhobenen Hauptes von Ober-Grafendorf weg. Es tut mir um die Mannschaft leid. Ich habe hier zwei Jahre lang etwas aufgebaut, dass nun im Aufstieg in die 1. Landesliga gipfelt. Ich habe es sehr gern gemacht, es war ein echtes Erlebnis. Wir hatten immer unseren Spaß, auch in Phasen, wo es nicht so gut lief. Es hat sich meinerseits so was wie Liebe zu dieser Mannschaft entwickelt."

 

unterhaus.at: Jetzt wird mal ordentlich gefeiert. Welche Parties stehen in den nächsten Tagen an?

Goran Zvijerac: "Ich werde Mannschaft, Spielerfrauen und die Klubfunktionäre zu mir nach Hause zum Grillen einladen. Da werden wir diesen großartigen Erfolg ordentlich feiern, das haben wir uns mehr als verdient. Vor allem habe ich ja den Spielerfrauen gegenüber noch eine Kleinigkeit gut  zu machen."

 

unterhaus.at: Und das wäre?

Goran Zvijerac: "Ich habe von den Spielern in der Winterpause ordentlich viel abverlangt. Über einen Zeitraum von sieben Wochen hatten sie genau einen freien Sonntag. Da haben natürlich deren Familien schon den Kopf geschüttelt, nach dem Motto: Was will der, ihr spielts ja nur 2. Landesliga? Doch ich wusste, wir werden die Kraft im Frühjahr für 90 Minuten brauchen, und genauso ist es gekommen. Dieser Titel ist kein Sieg von elf Spielern, diesen Meistertitel haben auch andere für uns gewonnen, die dann ihre Leistung brachten, wenn es sehr wichtig war. Daher ziehe ich auch meinen Hut vor Spielern wie Reichard, Adlyaman, Burger oder Dotter."

 

unterhaus.at: Die erfolgreiche Zeit von Goran Zvijerac geht mit heutigem Tag zu Ende - werden wir Sie dennoch auch nächste Saison hin und wieder in Ober-Grafendorf sehen?

Goran Zvijerac: "Selbstverständlich. Ich werde mir gewiss das eine oder andere Spiel von Ober-Grafendorf in der 1. Landesliga ansehen."

 

unterhaus.at: Wo werden wir SIe nächste Saison sehen?

Goran Zvijerac: "Diese Frage kommt zu früh. Ich habe mich bis zum heutigen Tag  voll auf den Titelgewinn mit Ober-Grafendorf konzentriert, wollte diesen Meistertitel trotz aller Vorkommnisse unbedingt einfahren. Jetzt kommt dann die Zeit, wo ich mich mit neuen Herausforderungen beschäftigen kann."

 

unterhaus.at: Herr Zvijerac, wir danken für das Gespräch!

 

Christian Reichel

 

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