Haitzendorf kam gut durch die Krise

"Wir sind gut durch die Krise gekommen.", so der Sektionsleiter Alfred jun. Traht. Trotz der entgangenen Einnahmen der Veranstaltungen ist das wirtschaftliche Loch beim SV Haitzendorf nicht allzu groß. Die Spieler hielten sich selbstständig fit. Umbrüche gab es wenige, jedoch äußerst schmerzhafte für das Kollektiv.

Spieler nahmen Angebot vom Physiotherapeuten an

Während des Shutdowns fand die Kommunikation innerhalb der Mannschaft über die Whatsapp-Gruppe statt. Für den Trainer war der Kontakt zu den Spielern auch in dieser Zeit wichtig, die Gemeinschaft hat beim SV Haitzendorf hohe Priorität. Einmal in der Woche gab es für die Spieler die Möglichkeit an einer Skype-Konferenz teilzunehmen. Der Physiotherapeut bereitete dabei verschiedene Kraft- und Stabilisationsübungen vor. Das Angebot wurde vom Großteil angenommen und umgesetzt. Ebenso hatten die Spieler die Aufgabe sich selbstständig fit zu halten, Läufe zu absolvieren etc. In dieser Hinsicht schenkte der Trainer den Spielern sein vollstes Vertrauen und forderte keine Beweise oder Sonstiges ein.

Gezieltes Training ergibt keinen Sinn

Nachdem man wieder auf den Platz durfte, trainierten die Haitzendorfer zweimal wöchentlich. Der Sektionsleiter beschreibt die letzten Wochen wie folgt: "Aufgrund des Unsicherheitsfaktors, wie, wann und ob man spielen darf, bereitete man kein gezieltes Training vor, das hätte keinen Sinn ergeben. Ballgefühl, Spaß und Beisammensein standen dabei ganz klar im Vordergrund.", so der Sektionsleiter.

Kleine, aber schmerzhafte Umbrüche

In den letzten Wochen gab es kleine, für die Mannschaft jedoch große und schwer zu überwindende Umbrüche. Patrick Koppensteiner, der zuletzt das defensive Mittelfeld des SV Haitzendorf stärkte, setzt seine sportliche Karriere beim SC Hadersdorf fort. Ebenso zieht es Christoph Weiss, der Verteidiger, der seit elf Jahren dem Verein treu geblieben ist, nun zum SV Statzendorf. Michael Donni muss berufsbedingt den Verein verlassen, vermutlich wird er in der kommenden Saison für Getzersdorf auflaufen. Dominik Reiter (Verteidiger) legt eine Karrierepause ein. "Es ist nicht nur spielerisch für die Mannschaft ein harter Schlag diese Spieler zu verlieren, auch was die Kameradschaft anbelangt ist es alles andere als einfach für das Team diese Spieler gehen zu lassen.", so der Sektionsleiter. Ein größerer Umbruch des SV Haitzendorf wäre erst in den nächsten Jahren geplant gewesen, der Verein entschied sich jedoch diesen bereits jetzt vorzunehmen. Aufgrund der Abgänge musste gehandelt werden. Man holte Manuel Nachwörth vom SC Hainfeld, der die Verteidigung der Haitzendorfer verstärken soll. Ebenso wechselte Sebastian Wandl (linkes Mittelfeld) innerhalb der Liga vom FC Hadersdorf nach Haitzendorf. Leider zog sich dieser beim letzten Training ohne Fremdeinwirkung einen Mittelfußknochenbruch zu. Der Neuzugang wird die nächsten Monate nicht zur Verfügung stehen. Sogleich setzte man auf zwei Youngstars, Lukas Jedlitschka (Innenverteidiger) zieht es vom SC Krems nach Haitzendorf, Alexander Widhalm (Verteidiger) kommt vom FC Korneuburg. 

"Wir sind ein veranstaltungsbasierter Verein, diese Einnahmen fehlen nun, das ist ganz klar. Die Sponsoren lassen uns aber auch in dieser Situation nicht im Stich, wofür wir auch sehr dankbar sind. Deshalb kann ich sagen, dass wir die wirtschafltiche Krise gut gemeistert haben.", so der Sektionsleiter.

 

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