Vereinsbetreuer werden

HSV-Torjäger wechselt zum WSC

Der SV Haitzendorf muss einen schmerzlichen Abgang verkraften. Der Winterkönig der 2. Landesliga West verliert mit Mario Rekirsch seinen Torjäger. Der 21-jährige Vollblutstürmer wechselt in die Regionalliga Ost zum Wiener Sport-Club. Für Haitzendorf erzielte Rekirsch in der Herbstsaison in 13 Ligaspielen gleich zwölf Treffer und führt damit auch die Torschützenliste an. Nun läuft beim HSV die Suche nach einem neuen Angreifer.

Haitzendorf-Trainer Martin Parb hatte sich im Ligaportal-Interview noch optimistisch gezeigt und sein "Beuteschema" für neue Spieler mit "jung und hungrig" skizziert. "Wenn wir uns auf einer Position verstärken wollen, dann im zentralen Mittelfeld." Nun aber muss man sich nach einem Goalgetter umsehen, denn Rekirsch wollte in den Profibereich wechseln. Beim Ostligisten erhält er bis zum Sommer einen Halbprofivertrag, ab Sommer winkt eine noch bessere Vereinbarung.

"Ich bin unheimlich motiviert. Es ist ein super Umfeld, ähnlich wie in Haitzendorf, aber eben auf einem anderen Niveau", meinte der Neo-WSC-Spieler. "Es hört sich kitschig an, aber ich bin vor einem halben Jahr mit Freunden zusammengesessen und wir haben über Ziele im Fußball geredet. Ich habe gesagt, dass es nichts Geileres geben würde, als für den Sportclub zu kicken."

In Haitzendorf sieht man den Wechsel des Youngsters mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Für uns als Verein ist das natürlich eine Katastrophe. Da brauchen wir nicht lange drum herumreden. Er war die letzten zwei Jahre unser Goalgetter. Aber das entgeht den Top-Vereinen natürlich nicht. Wenn ich mich in seine Sicht hineinversetze, kann ich Mario natürlich voll und ganz verstehen. Wenn du als junger Spieler so eine Chance bekommst, dann willst du sie auch unbedingt nutzen", so der Sportliche Leiter Alfred Traht.

Haitzendorf will seiner Philosophie weiter treu bleiben. "Wir werden auf jeden Fall nicht davon abweichen, möglichst ohne Legionäre, dafür aber mit jungen Spielern aus der Region zu spielen“, meint Traht, der hofft, in Zukunft wieder auf einen fitten Florian Schuh bauen zu können. "Ich bin trotz des Abganges von Mario der Meinung, dass wir in der Offensive genug Varianten haben, zumal auch Florian wieder in die Mannschaft zurückkehrt."